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Klinik für Innere Medizin als Garant für gute Diabetesbehandlung ausgezeichnet

Der verantwortlicher Oberarzt Ahmad Jawa Atari mit seinem Team (v.li.) Brigitta Flemming (Diabetesassistentin), Claudia Geldmann (Abteilungsleitung) und Klaudia Rolf (Wundexpertin, Diabetesassistentin). Foto: hfr

Bad Segeberg (em). Die Klinik für Innere Medizin der Segeberger Kliniken ist zum wiederholten Mal als „Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“ von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) zertifiziert worden. Dabei wurde auch das Qualitätsmanagement nach verschiedenen Kriterien geprüft. „Die Zertifizierung der DDG zeigt unseren Patienten, dass unsere Behandlung in den Bereichen Therapie, Beratung und Schulung den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht. Das garantiert unseren Patienten Sicherheit und ist zugleich für unser Team eine Anerkennung für die täglich zu leistende Arbeit“, erklärt Chefarzt Prof. Dr. Diether Ludwig.
Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung mit unterschiedlichen Ausprägungen, die durch einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist und auch als weltweite Volkskrankheit Nummer  Eins bezeichnet wird. In Deutschland sind mehr als acht Millionen Menschen erkrankt. Man unterscheidet Diabetes Typ 1 und 2 sowie Typ 3. Ursache für Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung bei der das Immunsystem den eigenen Körper angreift und dabei die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstören. Beim Typ 2, der häufigeren Form, spielen Übergewicht, Bewegungsmangel und dadurch entstehende Insulinresistenz eine große Rolle. Genetische Faktoren spielen ebenso eine Rolle. Der sogenannte Altersdiabetes tritt meist erst nach dem 30. Lebensjahr auf. In Deutschland gibt es eine hohe Anzahl von übergewichtigen Kindern und Jugendlichen. Die Folgen sind immer jüngere Menschen mit Gefäßerkrankungen, Stoffwechselstörungen oder Diabetes mellitus Typ 2. Experten der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) vermuten eine große Dunkelziffer bei Kindern und Jugendlichen, die unentdeckt an Diabetes Typ 2 erkrankt sind. Daher wird der Begriff Altersdiabetes als alternative für Diabetes mellitus Typ 2 seltener als in den vergangenen Dekaden  benutzt. Mit dem Begriff Diabetes mellitus Typ 3 werden verschiedene Formen des Diabetes mellitus zusammengefasst, die sich nicht eindeutig dem Typ 1 oder 2 zuordnen lassen. Beide Diabetestypen erzeugen unbehandelt erhebliche Folgeerkrankungen, wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Nierenleiden, Amputationen oder führen zur Erblindung. Durch eine gute medizinische Betreuung lassen sich diese Folgeerkrankungen jedoch vermeiden.
Neben der Diabetesbehandlung von Patienten, die deswegen in die Klinik kommen, erfüllt die Klinik für Innere Medizin darüber hinaus Unterstützungsleistungen für die übrigen Fachabteilungen der Klinikengruppe. Bei Behandlungen zum Beispiel m Herz- oder Neurozentrum wird bei einer festgestellten Diabeteserkrankung des Patienten die Expertise der Diabetologen hinzugezogen. So kann die jeweilige Therapie optimal um relevante Aspekte der Diabetestherapie ergänzt werden.
Die Zertifizierung der DDG ist ein Qualitätssiegel und dient den Patienten als Orientierung auf der Suche nach geeigneten Behandlern, wie hier in der Klinik für Innere Medizin. Die Kriterien, nach denen zertifiziert wird, unterliegen wissenschaftlichen Leitlinien. „Diabetes kann man nicht im klassischen Sinn heilen. Aber richtig eingestellt und mit entsprechender Schulung kann jeder Patient mit Diabetes gut und ohne große Einschränkungen leben. Dabei wollen wir helfen“, so Ahmed Jawad Atahi, Oberarzt der Inneren Medizin und verantwortlicher Leiter der Diabetesabteilung.

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