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Kinder bauen Brutplätze für Mauersegler

Lukas und Karl (v.li.) schraubten die erste Wand des Brutkastens an. Foto: ohe

Mözen (ohe). Die Mädchen und Jungen des Kindergartens „Storchennest“ in Mözen mochten es kaum glauben. „Mauersegler verbringen nahezu ihr ganzes Leben in der Luft“, erklärte Bettina Kramer vom Martin-Meiners-Förderverein (MMF) den 17 Mädchen und Jungen. „Schlafen die auch in der Luft?“, fragt Lukas etwas ungläubig. Ja, selbst das bekommen die Mauersegler hin.
Nur mit der Eiablage und dem Brüten klappt es auch bei den Mauerseglern in der Luft nicht. Deshalb benötigen die schwalbenähnlichen Vögel Nistplätze. Maueröffnungen und Baumhöhlen, in die sie sich zurückziehen können, finden die Mauersegler immer seltener. Mit Hilfe von Kindern und Jugendlichen will der MMF jetzt erstmals Brutplätze für Mauersegler bauen. „Mauersegler brüten gern in Kolonien und brauchen verhältnismäßig große Nistkäs­ten“, sagt Bettina Kramer. Sie vermutet, dass die Größe der Kästen, einige Kindergärten und Grundschulen von der Teilnahme an dem  Naturschutzprojekt abgeschreckt hat. Für die Mädchen und Jungen aus dem Kindergarten Storchennest war das kein Problem. Mit Unterstützung von Matthias Ramm, dem sozialpädagogischen Assis­tenten der Einrichtung schraubten sie die vorgefertigten Holzteile schnell zusammen.
Jetzt suchen die Kinder einen Platz, an dem sie das „Doppelhaus“ für Mauersegler in Mözen aufhängen können. Es sollte möglichst hoch hängen. „Zudem brauche die Mauersegler eine  freie Einflugschneise“, sagt Bettina Kramer. Die Leiterin des Kindergartens, Antje Lösekann,  will auf Bauernhöfen nachfragen.  „Vielleicht können wir den Kasten auch am Dorfhaus aufhängen“, sagt Antje Lösekann.
Insgesamt beteiligen sich 13 Kindergärten und Grundschulen an dem Projekt. Sie werden 25 Käs­ten mit jeweils zwei Brutplätzen bauen. 

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