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Karl-May-Rekordjahr sorgt für immer mehr Urlauber

von Irene Burow

Sandra Sick, die Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins (v.li.), stellte zusammen mit Dirk Gosch (Stadt Bad Segeberg), Niels Oumar und Birte Behrens von Basses Blatt sowie Gastgeber Karl-Heinz Schulz das neue Ferienland-Magazin 2020 vor.

Bad Segeberg (ib). Der Super-Sommer macht sich im Tourismus bemerkbar: Bis August kamen in diesem Jahr knapp 33.000 Gäste nach Bad Segeberg. Das sind 3,7 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2018. Die Urlauber blieben für rund 151.000 Übernachtungen – fast sechs Prozent mehr. Das geht aus der aktuellsten Auswertung des Statistikamtes Nord hervor.

„Die gute Saison, das Rekordjahr der Karl-May-Spiele, schlägt sich hier nieder“, sagt Dirk Gosch, bei der Stadt zuständig für Tourismus. „Mit den Zahlen liegen wir über dem Landesdurchschnitt.“ Zwar sei die Stadt kein typischer Tourismusort, wie Büsum. Die Hafengemeinde rangiert unter den Spitzenreitern im Land. Dennoch gehörten die Kalkberg-Events und die Reitturniere, der Gesundheitsstandort und der Verkaufsriese Möbel Kraft zu überregional bedeutsamen Einrichtungen.

„Den klassischen Touristen gibt es bei uns nicht“, sagt der Geschäftsführer des Hotels Residence in Bad Segeberg, Andre Hoffmann. In seinem Haus übernachten zum Beispiel oft Angehörige von Patienten, die in den Kliniken behandelt werden. „Sie sind auf der Durchreise oder für einen Tag da“ – für die Karl-May-Spiele. Viele seien Einzelpersonen. Im Schnitt bleiben Gäste für zwei Tage. Fakt ist aber: „Von Juni bis Anfang September ist in der Stadt kein freies Bett mehr zu kriegen“, sagt Gosch. „Sobald die Karl-May-Termine bekannt sind, kommen die Anfragen. Für nächstes Jahr wird es schon wieder eng.“

Stark nachgefragt sei der Veranstaltungskalender auf der städtische Homepage, die Online-Buchungen würden zunehmen. „Das sehen wir an den Zugriffszahlen. Wir müssen uns mit der Digitalisierung beschäftigen.“ Aus diesem Grund lässt die Stadt, die über die Tourist-Information Buchungen in der Region übernimmt, Quartiere nun auch über klassische Drittportale im Internet vermitteln.

Es ist ein vorsichtiger Schritt in Richtung Moderne. Wer sich als Urlauber kompakt über die Region informieren möchte, tut das über das Ferienland-Magazin. Das aktuelle Heft wurde erneut von Basses Blatt erstellt und geht nun druckfrisch in die Öffentlichkeit. Auf dem Titelblatt reitet Winnetou Alexander Klaws. „Erfahrungsgemäß ist das der Renner auf den Messen“, sagt Sandra Sick, Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins Segeberg und Umgebung. „Die Nachfrage ist sehr groß. Nicht nur Urlauber, auch Einheimische finden das Magazin toll.“

Die Arbeit ist aufwendig. Rund 100 Einrichtungen werden angeschrieben, 231 Veranstaltungen sind im Kalender bis November 2020 notiert. Restaurants, Stadtpläne und Gastgeberverzeichnis, Radrouten, Ausflugstipps und Hofcafés erzählen Urlaubern vom Ferienland. Neu ist eine Seite zum Thema Inklusion; sie ist barrierefrei lesbar. Die Tipps für Kinder wurden erweitert.

Doch eine entsprechende Homepage gibt es bisher nicht. „Es gibt eine Top-Verteilung, daher fahren wir das Magazin nicht zurück. Die Gäste wollen etwas in der Hand haben. Es ist toll, dass sie immer noch blättern.“ Die einzige Alternative die Informationen online abzurufen gibt es nur über das E-Paper. „Ich glaube, unsere Hotelgäste gehören nicht zu der Klientel, die viel Zeit vor dem Handy verbringt“, sagt Sandra Sick.

30.000 Exemplare sind gedruckt worden. 5.000 davon werden auf Messen in Hamburg und Berlin verteilt. Der Rest geht zu Möbel Kraft, an Supermärkte sowie an Kliniken, Campingplätze, Tankstellen, Gärtnereien und Banken.

Natürlich ist das Magazin auch in der Geschäftsstelle von Basses Blatt in Bad Segeberg (Kurhausstraße 12) sowie in der Tourist-Info erhältlich und online als E-Paper unter www.bassesblatt.de verlinkt.

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