Aktuelles
Neue Kooperation

Jugend- und Kulturarbeit im Kreis steht wieder auf gesunden Beinen

von Katja Lassen

Unterzeichneten den Kooperationsvertrag zwischen dem Kreis Segeberg und dem VJKA und sichern die finanzielle Zukunft der bewährten Jugend- und Kulturarbeit des Vereins (v.li.): VJKA-Geschäftsführer Martin Karolczak, Landrat Jan Peter Schröder und Hans-Jür

Bad Segeberg (kf). Landrat Jan Peter Schröder besiegelte einen Kooperationsvertrag zwischen dem Kreis Segeberg und dem Verein für Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Segeberg (VJKA).
Zuvor hatten er und Hans-Jürgen Kütbach als erster Vorsitzender des VJKA und VJKA-Geschäftsführer Martin Karolczak den Vertrag offiziell unterzeichnet. Dieser formelle Abschluss ist gleichzeitig das Ende langer und harter Vertragsverhandlungen, die nötig waren, um die Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Segeberg finanziell zu sichern.
Die Arbeit des Vereins hat sich bewährt, doch ist er dabei finanziell in Schwierigkeiten geraten. Um die Situation zu verbessern, wurde die Aktive Management Beratung (AMB) beauftragt, einen Business­plan zu erarbeiten. Auf Grundlage dieses Plans sollte die Situation des VJKA verbessert und seine Weiterarbeit ermöglicht werden.
Das hatte eine Überarbeitung des Fördervertrags mit einer angepassten Finanzierung durch den Kreis Segeberg zur Folge. „Die Vertragsgestaltung war komplizierter als erwartet“, ließ Hans-Jürgen Kütbach wissen. Eine veränderte Gesetzeslage und das Vergaberecht zwangen das bewährte Konzept des Vereins zur Umstrukturierung. Die kooperierenden Teileinrichtungen wie der Kreisjugendring Segeberg, das Theaterpädagogische Zentrum und das Jugendzeltlager Wittenborn wurden vom Verein getrennt. Gleichzeitig wurde aber ein Weg der Zusammenarbeit über einen Beirat geebnet. Zwar haben die genannten Einrichtungen kein Stimmrecht mehr, die Zusammenarbeit soll aber in gewohnter Form bestehen bleiben.
Der Kreis sichert mit der Vertragsunterzeichnung die Finanzierung durch einen Zuschuss von 2,1 Millionen Euro. Die Kos­ten belaufen sich nach Angaben von Geschäftsführer Martin Karolczak auf vier Millionen. Der Rest wird über Dritte wie zum Beispiel den Arbeitskreis Deutscher Bildungsstätten (ADB), Gebühreneinnahmen von Teilnehmern und Spenden aufgebracht.
Schon bei Vereinsgründung wurde eine Kostendeckung von 40 bis 50 Prozent durch Einnahmen angedacht. Zu diesem Zweck wurden schon in der Vergangenheit die Gebühren der Kreismusikschule stetig erhöht. Ebenso wurden die Preise für Speisen angehoben und eine bisher nicht verlangte Raummiete (50 Euro am Tag ohne Catering und elektronische Medien) eingeführt.
Durch personelle Umstrukturierung ist eine Geschäftsführerstelle nicht mehr besetzt worden. Die ungleiche Bezahlung der Mitarbeiter wurde durch Anheben der Gehälter angepasst. Es wurden Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld gezahlt. Stellen für ausscheidende Mitarbeiter wurden nicht wieder besetzt.
Im VJKA freuen sich die Mitarbeiter, jetzt in Ruhe den normalen Tätigkeiten nachgehen zu können. Dem Kreis entfällt die Pflicht, die Aufgaben nicht anders organisieren zu müssen und der Verein freut sich, ohne finanzielle Schwierigkeiten im kommenden Jahr sein 20-jähriges
Bestehen feiern zu können.

Diesen Beitrag teilen:

Zurück