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Im Höhlenkrug steckt riesiges Potential

von Gerald Henseler

Jochen Saggau zeichnete den Vortrag von Dagmar Rösner auf. Er ist jetzt auf der Website des Vereins zu sehen.

Bad Segeberg (ohe). Die Risse über dem Träger der Garageneinfahrt auf der Rückseite des Höhlenkruges machen Professor Dr. Wolfgang Linden keinen Sorgen. Er ist Experte in Sachen Bauschäden und Sanierung an der Technischen Universität Lübeck. Gemeinsam mit seiner Verlobten Dagmar Rösner, der Leiterin der Museumsberatung und -zertifizierung, begutachtete er unter Führung von Nils Hinrichsen vom Förderverein Kreis- und Stadtmuseum Segeberg das leerstehende Gebäude des Höhlenkruges. Wie teuer die Sanierung des Gebäudes werde, das hängt seiner Einschätzung nach ganz davon ab, wie perfekt das Gebäude anschließend aussehen soll. Zwischen 250.000 und drei Millionen Euro schätzt er die Kosten. Gemeinsam mit Studierenden will er ein Konzept erstellen.

Dagmar Rösner findet Gefallen daran, die Risse sichtbar zu lassen. Sie will vor allem im geplanten Kreis- und Stadtmuseum Akzente setzen. In der Kunsthalle Flath hat sie ihre Vorstellungen von einem inklusiven Museum bereits umgesetzt. Es ist das erste seiner Art in Schleswig-Holstein. Auch ein zukünftiges Kreis- und Stadtmuseum möchte sie gern für jedermann erlebbar machen. Was sich Museumsbesucher heute wünschen, das wollte sie eigentlich bei einem Vortrag im Bürgersaal dem Publikum verkünden. Aufgrund der Corona-Pandemie hat sie den nun vor der Kamera gehalten. Jochen Saggau vom Förderverein nahm ihn auf und stellte in auf der Website des Fördervereins www.kreismuseum-segeberg.de online.

Professor Asmus J. Hintz, der Vorsitzende des Fördervereins, ist sich sicher, dass er so ein noch größeres Publikum finden wird. Aufgrund der Corona-Pandemie hat der Verein auch seinen Bürgerbeteiligungsworkshop verschoben. Der soll nun im Herbst stattfinden. Das dabei entwickelte Konzept soll Grundlage für eine Machbarkeitsstudie sein. Professor Hintz hat das Gefühl, dass die politischen Gremien seinen Plänen für ein Kreis- und Stadtmuseum positiv gegenüber stehen.

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