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7.500 „Krieger der Lichts“ feierten mit Silbermond

von Laura Greiner

Silbermond Frontfrau Stefanie Kloß überzeugte die Fans bei ihrem Konzert am Kalkberg. Die Zeit der Open-Air-Konzerte ist damit vorbei. Jetzt proben die Schauspieler für die Karl-May-Spiele am Kalkberg. Fotos: lag

Bad Segeberg (lag). Der Kalkberg in Bad Segeberg ist nicht nur Heimat der Cowboys und Indianer. Am Sonnabend nahm Silbermond ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise mit „leichtem Gepäck“  (Song ihres neuesten Albums). Nachdem der Support „Mister Me“ das Publikum auf die Pop-Rock-Band aus Bautzen vorbereitet hatte, betrat Stefanie Kloß auf ungewöhnliche Art und Weise die Bühne. Die Frontfrau der Band bahnte sich ihren Weg durch das Publikum, um dann unter tosendem Applaus ihr erstes Open-Air-Konzert der „Leichtes Gepäck“-Tour 2017 unter klarem Himmel zu eröffnen.
Dass es definitiv nicht „Das Leichteste der Welt“ ist, über eine Trennung hinwegzukommen, zeigte sie mit ihrem Titel über Trennungsschmerz. Im Publikum wurde es still und die Besucher schienen mit der Künstlerin gemeinsam tief in Gedanken zu versinken. Mit „Allzu menschlich“ richtete sie einen Appell an die Menschlichkeit und erinnerte in der Ansage des Titels daran, dass „jeder in guten Zeiten Händchen halten könne, aber dass es zählen würde, in schweren Zeiten füreinander da zu sein“. Auf einer kleinen Bühne mitten im Publikum präsentierte sie ihren Fans ganz hautnah ihre Ballade „B 96“, eine Liebeserklärung an ihre Heimat. Und während Kloß über ihre Kindheit sang, „stand die Welt nicht nur im Hinterwald still“, sondern auch für einen Moment im Kalkbergstadion.
Während des Titelsongs der aktuellen Tour „Leichtes Gepäck"“ hielt es niemanden mehr auf seinem Stuhl und das Publikum feierte ausgelassen mit der 32-jährigen Künstlerin. Als der Großteil der rund 7.500 „Krieger des Lichts“ beim gleichnamigen Titel ihre Handykameras zückten, verbreitete sich eine romantische Stimmung unter vorbeiziehenden rosafarbenen Schleierwolken.
Diese Atmosphäre schätzen die Fans von Silbermond und nehmen dafür sogar weite Wege in Kauf. Wie zum Beispiel Janna Heynen aus Frankfurt. Sie ist mit ihrer Mutter angereist, um gemeinsam mit ihrer Schwester aus Hamburg der alljährlichen Familientradition zu folgen. Seit 2007 besuchen sie jedes Jahr ein Silbermond-Konzert. Für sie ist die Authentizität der Band ein bedeutender Aspekt: „Man merkt, dass sie Spaß an dem haben, was sie machen". Dass Frontfrau Kloß nicht nur Spaß an ihren Auftritten, sondern auch an kleinen Experimenten hat, zeigte sie auch an diesem Abend wieder. Die Sängerin machte ihren Fans in den ersten Reihen eine große Freude, indem sie während des Titels „Indigo" zum Stage-Diving abtauchte und sich eine Runde auf Händen tragen ließ. Aber nicht nur mit Authentizität kann die Band bei ihren Fans punkten. Auch ihre Liedtexte kommen sehr gut an. Jasmin Boggasch aus Neumünster ist seit Entstehungsdatum der Band im Jahre 2004 großer Fan und besitzt fast alle CDs der erfolgreichen Gruppe. Sie achtet auf den Inhalt der Lieder: „Texte sollten berühren“. Diese Eigenschaft findet sie in Silbermonds Songtexten wieder und schätzt darüberhinaus die Menschlichkeit der schönen Lieder.
Aber auch die noch nicht eingefleischten Fans kann die Band überzeugen. Boggasch hat die Karte für das Konzert von Kathi Heibel aus Neumünster zum Geburtstag geschenkt bekommen, die selber das erste Mal ein Silbermond-Konzert besucht. Für sie steht fest: „Das war viel besser als erwartet und ganz sicher nicht mein letztes Konzert“.

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