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10.000 Fans auf musikalischer Seefahrt mit Santiano

Stephanie Witt und ihre Tochter Sarah ließen sich von der guten Stimmung beim Santiano-Konzert anstecken.

Bad Segeberg (lag). Ein Hauch von Freiheit lag in der Luft, als „Santiano“ am Sonnabend vor rund 10.000 Fans den Kalkberg rockte. Die norddeutsche Shanty-Rock Band sorgte für eine restlos ausverkaufte Arena und eine bombastische Stimmung.
Die fünf Seemannsrocker verbinden mehrere Musikgenres und begeisterten ihre Fans mit einer Mischung aus Volks- und Seemannsliedern, Irish Folk, Shanty, Rock und einer Prise Countrymusik. Björn Both und seine Crew brachten an diesem sonnigen Abend den Kalkberg zum Beben, als sie unter tosendem Applaus ihr Bühnen-Deck betraten. Rund zwei Stunden nahmen sie ihr Publikum auf eine musikalische Seefahrt der Extraklasse mit, an Bord neben Schlagzeug und Gitarre auch Geige, Akkordeon und Mundharmonika.
Den Auftakt bildeten die Vollblut-Musiker mit „Könnt Ihr mich hören?“, einem Titel ihres aktuellen Albums „Im Auge des Sturms“. Diese Frage beantworteten die zahlreich erschienenen Fans mit einem lautstarken Chor-Gesang, der nahezu jeden zum Mitsingen animierte. Zu den eingefleischten Santiano-Fans gehören auch Reiner Wassermann und Bernhard Patjens aus Großenwörden. Die beiden Freunde sind seit der ersten Stunde begeisterte Anhänger der norddeutschen Band und waren schon zur Stelle, als die Shanty-Rocker vor sechs Jahren ihre ersten kleinen Hallen füllten. Seitdem sind sie jedes Jahr einmal dabei und die genießen die Atmosphäre: „Die Stimmung ist klasse!“, so Wassermann.  Auch der Dritte im Bunde, Olaf Guthahn aus Engelschoff-Neuland, findet die Band „total klasse“ und schätzt das „Heimatliche“ und „Bodenständige“ der norddeutschen Künstler.
Diese gaben ihre großen Hits aus sechs Jahren Musikgeschichte und mittlerweile vier erschienenen Alben zum Besten und brachten ihr Publikum mit „Salz auf unserer Haut“ oder „Blow boys blow“ zum Mitfeiern. Ausgelassen und „Frei wie der Wind“ tanzte das Publikum zur gleichnamigen musikalischen Hommage an die Freiheit. Aber Santiano segelt auch gerne mal auf ruhiger See und schlägt leisere Töne an. „Wenn man so wirklich liebt, dann trägt man eine Rose im Mund und es tropft das Blut von den Lippen.“ So kündigte Sänger Björn Both „Weh mir“ an und weckte tiefe Emotionen im großen Meer der Shanty-Rocker-Freunde. Die „Lieder der Freiheit“ faszinieren Jung und Alt gleichermaßen. Jonas Lutzke ist mit seiner Mutter aus Kiel angereist und erlebte die Band nun zum zweiten Mal live. Der Achtjährige ist ein großer Fan: „Ich mag die Lieder so gern!“.
Seit sechs Jahren ist die Gruppe musikalisch unterwegs, gewann mehrere Echos, erreichte das Halbfinale des Eurovision Song Contest 2014 und war Vorband von Schlagerkönigin Helene Fischer. Nun füllen die fünf Jungs große Arenen und sind ihren Fans dankbar für so viel Treue. Diese Dankbarkeit drückten sie mit „Wir für Euch und Ihr für uns“ auf ganz besondere musikalische Art und Weise aus. Nicht nur zum Abschluss wehte „Hoch im Norden“ ein rauer Wind der Begeisterung und hohe Wellen der Freude schlugen ans Ufer der Kalkberg-Arena. Die imposante Show der stimmgewaltigen Musiker mit Feuerfontänen und einem abschließenden Bühnenfeuerwerk war ein voller Erfolg. Stephanie Witt, die mit ihrer Tochter Sarah den Weg aus Stade auf sich nahm, hat ein klares Statement: „Wie lieben Santiano!“ Und Santiano lieben auch ihre Fans: „Seht zu, dass Ihr heil nach Hause kommt!“. Mit diesen Worten und einem „herzlichen Zack-Ahoi“ verabschiedeten sie sich aus der Kalkbergarena. Aber es ist kein Abschied auf Dauer. Denn nächstes Jahr nimmt Santiano am 19. Mai 2019 wieder Kurs auf den Kalkberg.

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