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Höhlenkrug soll zum Kreismuseum werden

Professort Asmus J. Hintz (li.) und Nils Hinrichsen von der Initiative Zukunft möchten den Höhlenkrug als Palais Wichmann zum Kreismuseum machen. Foto: ohe

Bad Segeberg (ohe). Professor Asmus J. Hintz könnte die Einladungskarten für die Eröffnung des Kreismuseums im Höhlenkrug schon drucken lassen. Im September 2025 wird das Museum eröffnen. Das steht für den Professor an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater fest.
Für Hintz und seinen Mitstreiter Nils Hinrichsen, dem Leiter des Museums Alt Segeberger Bürgerhaus, ist klar: „Wir haben eine Riesen-Chance. Die Bedürftigkeit ist unglaublich groß und der Höhlenkrug steht zum Verkauf. Das ist einzigartig.“
Die Finanzierung ist aus Sicht von Asmus J. Hintz kein Problem.   „Geld ist genügend da“, meint Hintz, der sich beruflich viel mit Sponsoring und Foundraising beschäftigt hat. Es gibt Fördermittel von Land, Bund und Europa. Die müsse man nur einfordern, meint Hintz. „Die Antragslyrik beherrsche ich“, versichert der Professor.
Mit Silke Beck, der Geschäftsführerin von Holsteins Herz haben Hintz und Hinrichsen bereits gesprochen. Mit Mitteln der Aktivregion möchte die Initiative Zukunft, in der sich Befürworter des Kreismuseums zusammengefunden haben, eine Machbarkeitsstudie finanzieren.
„Segebergs Geschichte ist eine spannende Klamotte. Die Mittelaltergeschichte ist reif für Hollywood“, meint der Historiker Nils Hinrichsen. Wer einmal mit ihm eine Führung durch das Alt Segeberger Bürgerhaus gemacht hat, weiß, wie gut Hinrichsen seine Geschichtsbegeisterung auf die Besucher übertragen kann. Doch in dem ältesten Haus der Stadt ist der Raum begrenzt. Zehn bis zwölf Personen können an einer Führung teilnehmen. Bei Schulausflügen müssen Lehrer ihre Klassen aufteilen. Das stellt Schule und Museum vor Probleme. Als Hinrichsen vor über drei Jahren die Leitung des Museums übernahm, hatte er viele Anmeldungen von Schulklassen und Kindergärten. Den Rückgang dieser Besucher führt Hinrichsen auf die räumliche Enge zurück.
„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“, zitiert Professor Hintz den Staatsmann Wilhelm von Humboldt. Den Mitgliedern der Initiative Zukunft ist es wichtig, dass Kinder die Geschichte ihrer Heimat kennen. Die Nähe zum Kalkberg und zum städtischen Museum spricht für ein Kreismuseum im Höhlenkrug.
Zudem hat der Höhlenkrug als ehemaliger Wohnsitz des Kirchenspielvogtes Wichmann eine geschichtliche Relevanz. „Im Palais Wichmann könnten wir großbürgerliches Wohnen zeigen, im Alt Segeberger Bürgerhaus kleinbürgerliches Wohnen“, schlägt Hinrichsen vor.
Hintz und Hinrichsen haben sich bereits von der Eigentümerfamilie Sorgenfrei vom Keller bis zum Dachboden durch das denkmalgeschützte Gebäude führen lassen. „Der Zustand des Gebäudes ist gut. Die Bausubstanz ist  keineswegs abgängig“, sind sich beide einig. In den Produktionsräume der Bäckerei in den rückwärtigen Anbauten müsse man nur das Licht anknipsen, dann könne wieder gebacken werden, meint Hintz. Er kann sich gut vorstellen, hier museumspädagogische Räume einzurichten. Das Kreismuseum soll zum außerschulischen Lernort werden.
Vortrag
im Kreishaus
Als nächstes Ziel möchte die Initiative Zukunft auf politischer Ebene eine Willenbekundung für das Kreismuseum erreichen. Am Dienstag, 4. September, hält Professor Asmus J. Hintz ab 18 Uhr im Kreistagssitzungssaal einen Vortrag zu der Idee des Kreismuseums. „Ich werden in 20 Minuten alles auf den Punkt bringen“, verspricht er. Jedermann ist zu dem Vortrag herzlich eingeladen.

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