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Goldrausch in Traventhal

von Gerald Henseler

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Bjarne und Jannis (v.li.) fanden in Traventhal zwei dieser Goldbarren am Straßenrand. Der vermeintliche Goldfund stellte sich als Kopie heraus. Fotos: ohe

Traventhal (ohe). Jannis (9) und Bjarne (8) waren auf dem Weg zum Selbstpflückerfeld, um Blumen für Jannis Mutter zu kaufen, als sie das glitzernde Metall in der Traventhaler Dorfstraße erblickten. „One Ounce Fine Gold 999,9“ stand darauf zu lesen. „Juhuu, wir sind reich!“ jubelten die Jungen, die glaubten, einen Goldschatz gefunden zu haben. Auch Jannis Vater Jürgen Wanke hielt das Goldstück zunächst für echt. „Ich habe den Barren abgewogen. Er wiegt genau eine Unze“, sagt Wanke.

In der Nachbarschaft des Fundortes fragten Bjarne und Jannis die Anwohner, ob sie etwas Wertvolles verloren hätten. Als das niemand bejahte, brachten sie ihre Fund zur Polizeistation in Bad Segeberg.  „Meldet sich innerhalb eines halben Jahres der Eigentümer nicht, dann gehört der Goldbarren euch“, erklärten die Polizisten. Jannis und Bjarne verplanten ihren Reichtum schon. „Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen“, sagt Bjarne.

Als Jannis Mutter am nächsten Morgen einen weiteren Goldbarren fand, machten sich die Jungen nochmals auf die Suche. Neben einer Miettoilette am Neubaugebiet fanden sie einen weiteren Goldbarren. Jannis Vater überprüfte die Funde nochmals genauer, dieses Mal mit einem Magneten. Dabei stellte sich heraus, dass die Barren Kopien sind. Jannis und Bjarne waren zunächst tief betrübt. Jetzt freuen sie sich über ihr kleines Gold-Abenteuer. Sie wollen ihre nachgemachten Goldbarren als Erinnerungsstücke aufbewahren und haben durch die Funde einiges dazugelernt. Unter anderem führte eine Polizistin die ehrlichen Finder durch die Wache. „Das war toll. Auch die Ausnüchterungszelle haben wir gesehen“, berichtet Bjarne.

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