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Fulminanter Abschied nach 43 Jahren

von gelieferte Meldung

Oliver Wielgosch-Borchert aus der Geschäftsführung der Segeberger Kliniken verabschiedete Ulrike Bogdanski nach 43 Jahren in den Ruhestand.

Bad Segeberg (em). An einem Freitag, um genau zu sein dem 1. April 1977, hatte Ulrike Bogdanski ihren ersten Tag als Krankenschwester in der Allgemeinen Klinik in der Krankenhausstraße 2, damals noch als Kreiskrankenhaus bekannt. Genau 15.779 Tage später, wieder an einem Freitag, den 12. Juni 2020, wurde sie mit Pauken und Trompeten in den Ruhestand verabschiedet.

„Eigentlich wollte ich mich an meinem letzten Tag still und heimlich aus dem Staub machen“, so die 67-Jährige, die zuletzt als Stationsleitung der Aufnahmestation (Zentrale Notaufnahme) tätig war. Ihre Kolleginnen und Kollegen wollten sie allerdings nicht so leicht davonkommen lassen. „Ulrike hat immer betont, wie sehr sie Abschiedsworte hasst. Deshalb haben wir überlegt, wie wir sie ohne viele Worte, aber trotz allem gebührend verabschieden können“, so Dr. Alexander Bauer, Ärztliche Leitung der Zentralen Notaufnahme.

Um 13.30 Uhr, zum Ende der Frühschicht, versammelten sich rund 100 Menschen auf dem extra für die Aktion geräumten Vorplatz der Allgemeinen Klinik. Sechs Rettungswagen der Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) fuhren nacheinander in die Krankenhausstraße ein und wurden von den Kollegen der benachbarten Rettungswache mit Blaulicht in einem Spalier aufgestellt. Jeder wollte Schwester Ulrike an ihrem letzten Arbeitstag nach 43 Jahren auf ihrem Weg in den Feierabend begleiten. Wer seinen Arbeitsplatz nicht verlassen konnte, schaute vom geöffneten Fenster aus zu. Wer noch beim Mittagessen im Bistro saß, nahm das Essen kurzerhand mit nach draußen. Als die Hauptperson kurz darauf aus der Klinik trat, brach tosender Applaus von allen Seiten aus. Unter schallendem Jubel drehte „Ulli“ eine Ehrenrunde, um sich bei all ihren Weggefährten zu verabschieden. Alle Anwesenden waren sich einig: So einen Abschied hat es in den letzten 43 Jahren in den Segeberger Kliniken wohl noch nie gegeben.

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