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44 Polizeischüler führten erste Verkehrskontrolle durch

Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte

von Gerald Henseler

Ist der Inhalt des Verbandskastens noch haltbar? Brian Petersen und Malin Ludwar kontrollieren das Verfallsdatum, Jürgen Augustin sucht nach dem Warndreieck. Foto: ohe

Kronberg (ohe). Für Brian Petersen und Malin Ludwar war es das erste Mal. Auf der Autobahnraststätte Kronberg bei Weede führten die beiden Polizisten ihre erste Verkehrskontrolle durch. Nervosität merkte man den beiden Polizeischülern nicht an. Die Anspannung merkten sie eher auf Seiten der kontrollierten Autofahrer. Die durchwühlten auf der Suche nach dem Warndreieck schon einmal den ganzen Kofferraum, bevor ihnen einfiel, dass dies seinen Platz unter der Heckklappe hat.

44 Polizeischüler des gehobenen Dienstes und 23 erfahrene Kollegen lotsten am Montag jedes Fahrzeug über den Parkplatz an der A 20 bei Weede. Nur ein 69-Jähriger übersah den orange-blinkenden Absperrwagen und fuhr frontal hinein. „Glücklicherweise ist er nicht schwer verletzt“, sagt Polizei-Pressesprecherin Sandra Mühlenberger. Alkohol oder Drogen stellten die Polizisten bei dem Unfallfahrer nicht fest. Vermutlich war er einfach unaufmerksam.

Die meisten Autofahrer nahmen die Kontrolle gelassen. Höflich auf die Aufforderungen der Beamten zu reagieren, lohnt sich. Denn bei den kleinen Ordnungswidrigkeiten entscheiden die, ob sie ein Bußgeld verhängen oder nicht. So wie im Fall von Jürgen Augustin. Der Schleswiger hatte seinen Führerschein nicht dabei. „Den habe ich in meiner anderen Jacke“, versicherte er. Dass er einen hat, stellten die Beamten schnell fest. Jetzt muss er ihn innerhalb der nächsten zehn Tage auf einem Revier vorzeigen.

Ähnlich ging es Fahrern, deren Verbandskasten abgelaufen war. Das Verfallsdatum hat kaum einer im Kopf. „Die meisten wissen nicht einmal, wo der liegt“, sagt Sandra Mühlenberger.

Bei der viereinhalbstündigen Kontrolle stellten die Beamten 90 Kontrollberichte wegen nicht mitgeführter Papiere oder vorgeschriebener Gegenstände aus.

Darüber hinaus leiteten sie 31 Ordnungswidrigkeitenverfahren und je eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz, wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen des Verdachts der Urkundenfälschung ein. Neben Pkw kontrollierten die Beamten auch Lastwagen. Hier beanstandeten sie in fünf Fällen die Lenk- und Ruhezeiten und in zwei Fällen die Ladung.

 

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