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Führerschein gegen Fahrkarte

Im Bürgersaal des Bad Segeberger Rathauses tauschten 18 Seniorinnen und Senioren aus Bad Segeberg und Fahrenkrug ihren Führerschein gegen eine kostenlose HVV-Jahreskarte. Fotos: mq

Bad Segeberg (mq). Den Führerschein freiwillig abgeben, und das für immer – das ist eine schwierige Entscheidung. In Bad Segeberg und Fahrenkrug haben sich in diesem Jahr 18 Seniorinnen und Senioren dazu entschlossen. Sie erhielten dafür ein HVV-Ticket, mit dem die über 65-Jährigen kos­tenlos ein Jahr lang Bus und Bahn in Bad Segeberg und der näheren Umgebung nutzen können.
Es war die achte Tauschaktion „Führerschein gegen Busticket“, die die Stadt Bad Segeberg und in diesem Jahr erstmals die Gemeinde Fahrenkrug gemeinsam mit der Polizei und der Fahrerlaubnisbehörde veranstaltet hatten. Pro HVV-Jahresticket werden 381 Euro fällig – Geld, das gerne inves­tiert wird. Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld bedankte sich bei den Seniorinnen und Senioren für ihre Entscheidung. „Denn der Führerschein ist so manches Mal ein längerer Wegbegleiter als der Ehepartner.“ Auch Carsten Abendroth von dem Unternehmen Rohde Verkehrsbetriebe, die in der Kalkbergstadt den Stadtbus betreibt, zollte den Teilnehmern der Aktion Respekt.
Norbert Bernhorst aus Bad Segeberg fiel die Entscheidung nicht schwer. „Ich wohne zentral, kann noch viel mit dem Fahrrad erledigen und benötige kein Auto mehr. Wenn ich meine Familie in Süddeutschland besuche, nutze ich die Bahn“, sagte der 78-Jährige. Schon seit zehn Jahren saß der Rentner nicht mehr am Lenkrad, irgendwann verkaufte er sein Auto. Von einer Bekannten erhielt Norbert Bernhorst den Tipp, den Führerschein zu tauschen. „Das war eine gute Idee“, freut er sich über das Jahresticket.
Wie alle anderen ist Norbert Bernhorst im Herbst zu einer Rundfahrt mit dem Stadtbus in Bad Segeberg eingeladen. „Dann wollen wir gerne, dass die Senioren uns ihre Erfahrungen mit der Jahreskarte schildern“, sagt Kirs­ten Arnhold von der Stadtverwaltung.

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