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Friedhofsbesucher beklagen mangelnde Parkmöglichkeiten

von Gerald Henseler

Ellen Nonnenmacher und ihre Tochter Britta Duve ärgen sich über das neue Halteverbot vor dem Friedhof am Kastanienweg. Friedhofsbesucher müssen nun weite Wege gehen. Foto: ohe

Bad Segeberg (ohe). Mit Harke, Gießkanne und Blumen im Gepäck wollte  Ellen Nonnenmacher das Grab ihrer Eltern und Geschwister auf dem Friedhof am Kastanienweg, Kirchhof 3,  in Bad Segeberg besuchen. Ihre Tochter Britta Duve fuhr die gehbehinderte 74-Jährige zum Friedhof. Doch das Parken ist hier seit etwa vier Wochen verboten. Den nächsten freien Parkplatz fanden sie am Minigolfplatz.
„Die Strecke schaffe ich nur mit drei Pausen“, sagt Ellen Nonnenmacher, die an Atemproblemen leidet. Eine Bank zum Ausruhen gibt es an dem Weg nicht. „Früher durfte man auf dem Seitenstreifen parken“, sagt Ellen Nonnenmacher. Dort gilt nun absolutes Halteverbot.
Bei den Mitarbeitern der Friedhofsverwaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Segeberg haben sich schon mehrere Friedhofsbesucher über die nun fehlenden Parkmöglichkeiten beklagt, „Wir sind zuvor nicht über das Parkverbot informiert worden“, sagt Reiner Rohde von der Friedhofsverwaltung. In seiner nächsten Sitzung will der Friedhofsausschuss nach einer Lösung suchen. „Es gibt zwei Varianten“, sagt Reiner Rohde. Schnell sei aber keine umzusetzen. Dass den Friedhofsbesucher jetzt zu den bevorstehenden Trauertagen keine Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen, bedauert er sehr.
„In dem Straßenverlauf gab es massive Probleme. Rettungsfahrzeuge kamen nicht durch“, erklärt Bürgermeister Dieter Schönfeld. Die Straßenverkehrsordnung schreibt eine freie Fahrbahnbreite von 3,10 Metern vor. Der Bürgermeis­ter zeigt Verständnis für die Belange der Friedhofsbesucher. Er will zusammen mit dem Wohnmobilstellplatzbetreiber Jochen Cords eine Lösung schaffen.

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