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Erste Impfung für über 200 Mitarbeitende

von gelieferte Meldung

Karin Strich bereitet eine Impfung vor. Foto: Landesverein

Rickling (em). Bereits im vergangenen Jahr wurde der Saal im Fichtenhof in Rickling als Corona-Impfzentrum eingerichtet – in Erwartung einer baldigen Zuteilung von Impfdosen. Die verspätete sich, die Produktion des Impfstoffes verlief langsamer als erhofft und damit auch die Auslieferung. Jetzt aber konnten die fünf Impfärzte des Landesvereins mehr als 200 Mitarbeitende gegen das Virus impfen. Ein besonderer Service: Antikörpertests können zudem auf Wunsch in einigen Wochen nachweisen, ob der Schutz wirklich vorliegt.

„Es mutete schon seltsam an, als der große Lastwagen vorfuhr – und zwei kleine Schachteln anlieferte“, schmunzelt Dr. Artur Bahr. Die beiden Päckchen, die in den Tiefen des großen leeren Kühlschranks im Impfzentrum fast verschwanden, enthielten aber mehr als 200 Impfdosen. „Damit konnten wir, wie vom Landesministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie vorgegeben, die prioritären Gruppen von Mitarbeitenden versorgen“, zeigt sich der Leiter des Hygienestabs des Landesvereins zufrieden.

Prioritär, also vorrangig zu behandeln, waren die Mitarbeitenden der Notaufnahmestationen sowie der gerontopsychiatrischen Stationen. So konnten alle Kollegen der Stationen 3A und B (Notfall), 6A und B (Geriatrie), 10A (Isolierraum und Coronabehandlung), 17C (Quarantäne) und 17D/E (Suchtaufnahme), die das Impfangebot annehmen wollten, auch entsprechend versorgt werden.

Das Tagungs- und Freizeitheim Fichtenhof der Segeberger Wohn- und Werkstätten bot mit seinem in drei Segmente teilbaren Saal optimale Voraussetzungen für ein Impfzentrum. So diente das erste abteilbare Segment zur Aufnahme, bei der die Personalien festgestellt wurden und Impfärzte die Mitarbeitenden aufklärten über Impfstoff, Ablauf der Impfung und mögliche Risiken. Im zweiten Segment mit fünf eingerichteten Impfstationen fand dann die Impfung statt. Das dritte diente als Ruheraum, in dem sich die frisch Geimpften noch eine Weile aufhalten konnten.

Der Krankenpfleger und ausgebildete Rettungssanitäter Robert Kranzer, eigentlich Teamleiter im Wohnen und Fördern der Teilhabe, begleitete die Menschen dabei und stand mit einer kompletten Sanitäter-Ausrüstung bereit, um sofort bei eventuellen Impfreaktionen helfen zu können. Er kam nur einmal zum Einsatz, als einer der Geimpften über leichten Schwindel klagte und der Blutdruck überprüft werden musste. Glücklicherweise legte sich das Unwohlsein sehr schnell wieder.

Zur Anwendung kam der Impfstoff des Pharmaherstellers AstraZeneca, der eine etwas geringere Wirksamkeit als das Vakzin der Firma Biontech/Pfizer bieten soll: „Das war der Grund, warum einige eigentlich impfbereite Kollegen und Kolleginnen sich jetzt noch zurückhielten“, vermutet Dr. Bahr. Um größtmögliche Sicherheit zu geben, bietet das Hygieneteam einen Antikörpertest an, der ein bis zwei Wochen nach der zweiten Impfung anzeigt, ob der Impfschutz vorliegt oder nicht. „Wir testen auf Wunsch auch schon nach der ersten Impfung, denn in den meisten Fällen können da bereits Antikörper festgestellt werden“, so der Hygienemediziner.

Wann die zweite Impfung erfolgen kann, ist noch ungewiss: „Das hängt von den Lieferungen ab“, erklärt Dr. Bahr. Um den sicheren Schutz zu gewährleisten, muss die zweite Impfung zwischen vier bis zwölf Wochen nach der ersten erfolgen. „Von der Lieferung der ersten Impfdosen sind wir erst drei Tage vorher informiert worden. Ähnlich wird es sicherlich auch mit der nächsten Lieferung sein. Das bedeutet allerdings kein Problem für uns: Es hat sich gezeigt, dass wir bestens vorbereitet waren.“

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