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Erlebniswald zeigt Ausstellung rund ums Rotwild

Das Rotwild steht im Mittelpunkt der Ausstellung im Waldhaus des Erlebniswaldes. Stephan Mense, Dr. Andreas Kinser und Jens-Birger Bosse (v.li.) eröffneten die Ausstellung.

Daldorf (ohe). Dem Rotwild geht es gut. „Saugut“, meint der Wildbiologe Dr. Andreas Kinser. Mehr und mehr breitet sich die Wildtierart aus. Sogar im Watt haben Jäger Hirschspuren entdeckt. Das erfreut nicht alle. In der Landwirtschaft und im Forst richten die Tiere Schäden an.
In einer Ausstellung informieren die Deutsche Wildtier Stiftung und die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten jetzt über die faszinierende Tierart und ihre Bedeutung für die natürlichen Lebensräume. Bis Anfang April ist die Wanderausstellung der Deutschen Wildtier Stiftung im Obergeschoss des Waldhauses im Erlebniswald Trappenkamp in Daldorf zu sehen.
Mit ihrem ausladenden Geweih sind Rothirsche nicht für das Leben im Wald gemacht. Trotzdem haben sie sich dorthin zurückgezogen. Immer mehr erobern sie jetzt freie Flächen zurück. Im Erlebniswald Trappenkamp lebt derzeit ein Rudel mit 15 Tieren. Mit dem Fernglas können Erlebniswaldbesucher die Tiere in ihrem natürlichen Umfeld beobachten.
Dr. Andreas Kinser ist in der Deutschen Wildtier Stiftung für Forst- und Jagdpolitik zuständig. Trotz der Populationszunahme fordert er eine Verkürzung der Jagdzeiten in den Wintermonaten. Rotwild fährt im Winter den Stoffwechsel herunter. Dafür ist allerdings Ruhe nötig. Wird es gestört, steigt der Energieverbrauch um 30 Prozent.
Nützlich macht sich das Rotwild unter anderem durch seine Losung. Wissenschaftler haben aus dem Kot von Rothirschen 200 verschiedene Pflanzenarten gezogen. Damit leisten die Hirsche als Spediteure einen großen Beitrag zur Artenvielfalt. Mit ihren abgeworfenen Geweihstangen schaffen sie Nagern eine Quelle für Calcium und Mineralien.Dr. Andreas Kinser und Jens-Birger Bosse von den Landesforsten möchten die Interessen von Waldbesitzern und Landwirten mit den Bedürfnissen vereinbaren.

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