Aktuelles

Ein Angebot für alle Eltern

von gelieferte Meldung

Diakonin Birgit Mütze (li.) und Simone Lietsche begleiten junge Familien mit dem Angebot der Frühen Hilfen.Foto: hfr

Bad Segeberg (em). Die Botschaft ist ebenso klar wie deutlich. „Das Angebot von Frühe Hilfen wendet sich an alle Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern bis drei Jahren, die Unterstützung suchen“, sagt Diakonin Birgit Mütze, angestellt beim Evangelischen Bildungswerk des Kirchenkreises Plön-Segeberg. „Häufig glauben die Leute, dass sie irgendwelche formalen Bedingungen erfüllen müssen, damit sie uns in Anspruch nehmen dürfen“, sagt Mütze, „aber unser Engagement ist völlig unabhängig von Einkommen, sozialem Stand, Nationalität oder Glauben.“

Schließlich seien die Fragen und Nöte von Eltern häufig dieselben. Die Elternberaterin weiß aus langjähriger Erfahrung, dass gerade Neugeborene neben großer Freude und immensen Glücksgefühlen auch jede Menge Selbstzweifel, Ängste und Überforderung mit sich bringen können. „Viele Eltern fühlen sich zu Beginn unsicher. Besonders wenn das Baby viel weint und sich kaum beruhigen lässt, es Fragen zur Ernährung und zum Stillen oder dem Schlafverhalten des Kindes gibt. Und nicht jeder hat für diese Fragen kompetente Ansprechpartnerinnen. Dann ist es verantwortungsbewusst, dass man sich in solch einer Phase Unterstützung sucht“, sagt Mütze. Für diese Fälle stehen die Mitarbeiterinnen von Frühe Hilfen bereit.

Bereits seit sechs Jahre leistet Frühe Hilfen, finanziell gefördert durch den Kreis Segeberg, nun schon elementare und für Familien kostenfreie Arbeit. In dieser Zeit haben Birgit Mütze und ihr Team, derzeit bestehend aus Angela Buchholz und Simone Lietsche, über zweihundert Familien begleitet. „Unsere Unterstützung orientiert sich immer am Bedarf der Betroffenen“, sagt Buchholz. Wichtig ist dabei, dass der Familienbegriff weit gefasst ist – und damit ebenso die zehnköpfige Großfamilie wie auch die alleinerziehende Mutter beinhaltet. Nach Art und Umfang der Pro-bleme richtet sich die Zeit, die die Mitarbeitenden mit den Familien verbringen. „Manchmal, wenn es um kleinere Fragen geht“, sagt Lietsche, „sind schon nach einem oder zwei Treffen alle Unsicherheiten geklärt.“ Aber natürlich gäbe es auch Fälle, wo sich die Zusammenarbeit über mehrere Wochen oder Monate hinzieht. „Letztlich ist ganz viel von dem, was wir tun, auch Vertrauensarbeit“, sagt Buchholz. Und die funktioniert. „Es gibt Familien, die uns aufgrund guter Erfahrungen wieder ansprechen, wenn das zweite oder dritte Kind da ist.“

Bei Fällen, die aufgrund individueller Problematiken Betreuung brauchen, die über das hinaus geht, was Frühe Hilfen selbst leisten kann, profitieren Birgit Mütze und ihre Mitstreiterinnen mittlerweile von einem engmaschigen Netzwerk. „Dann vermitteln wir an andere Institutionen und Stellen, die helfen können.“ Das passiere in Absprache mit den betroffenen Familien. „Niemand muss Angst haben, dass wir gegen den Willen der Eltern etwas öffentlich machen“, sagt Lietsche. „Wir unterliegen bei unserer Arbeit der Schweigepflicht.“

Eltern mit Unterstützungsbedarf haben derzeit gute Karten von Frühe Hilfen betreut zu werden. „Momentan sind Kapazitäten vorhanden, sagt Angela Buchholz. Familien die sich Unterstützung wünschen, wenden sich bitte an das Evangelische Bildungswerk (Birgit Mütze, Telefon 0  45  51 / 95  51  11 oder per E-Mail an b.muetze@kirchenkreis-ploen-segeberg.de. „Wir freuen uns über jeden Interessierten“, sagt Birgit Mütze.

Diesen Beitrag teilen:

Zurück