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Durch Terminvergaben kaum Wartezeiten beim Bürgerservice

von Susanne Schweppe

„Die Stadt ist mein Büro“, sagt Bürgermeister Toni Köppen und freut sich darüber, häufig auf offener Straße angesprochen zu werden. Der Bürgerservice im Bad Segeberger Rathaus versucht, diese Bürgernähe ebenfalls umzusetzen.Foto: sl

Bad Segeberg (sl). „Wir sind mit unseren Regelungen zufrieden“, sagt Torsten Link bezogen auf die Öffnungszeiten im Rathaus und die Umsetzung der Corona-Regeln. „Wir haben spät im letzten Jahr geschlossen“, so der Leiter des Verwaltungs- und Personalservices im Hauptamt der Stadt Bad Segeberg weiter. Sein Blick zurück ist positiv, denn die Kolleginnen und Kollegen konnten bereits im April 2020 mit Heimarbeitsplätzen ausgestattet werden. Nun ist das Rathaus montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17 Uhr mit Terminvereinbarung geöffnet.

Trotzdem gibt es „geplante Verbesserungen innerhalb der Verwaltung“, verspricht Bürgermeister Toni Köppen. So sollen die telefonische Erreichbarkeit durch Rufumleitungen ins Homeoffice verbessert werden und die Beantwortung von E-Mails innerhalb vorgegebener Zeitfenster erfolgen. Außerdem ist eine Online-Terminvergabe für die nahe Zukunft geplant. „Das sind viele kleine Stellschrauben, die schnell umgesetzt sind und mehr Service bieten“, weiß Köppen.

Der beruflich aus der IT-Branche stammende neue Amtsinhaber möchte die Digitalisierung im Rathaus vorantreiben. Diese ist hier nicht verschlafen worden. „Es gibt genügend gute Konzepte zur Digitalisierung in den Schubladen des Rathauses“, verrät Köppen, „möglicherweise waren die Prioritäten seitens der Verwaltungsspitze nur anders.“

Mit Zustimmung der Politik möchte der neue Bürgermeister neue Impulse geben. Bis Ende des Jahres fokussiert Köppen den Abschluss der Park-App. Die Park-App wird digitales Zahlen der Parkgebühren möglich machen und somit nicht nur den Besuchern der Stadt, sondern auch den Gewerbetreibenden zugute kommen. Angedacht ist außerdem eine Mängel-Melde-App, mit deren Hilfe Kritik an der Stadtverwaltung beim richtigen Adressaten aufläuft und dort beantwortet wird und gegebenenfalls Mängel behoben werden können. „Ich habe mir diverse Städte angeschaut, wo das schon so gemacht wird“, sagt Köppen, „ohne finanzielle Haushaltsmittel wird es allerdings nicht umsetzbar sein.“ Auch das Jugendzentrum darf nicht aus den Augen verloren werden und Fragen zur Machbarkeit und in welche Richtung es gehen soll, sollen bis Ende des Jahres geklärt werden.

Über das Jahresende hinaus plant Toni Köppen Bad Segeberg touristisch und kulturell (noch) besser aufzustellen. Auch das sei eine Form von Bürgerservice.

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