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30 Ape-Fahrer trafen sich in Bad Segeberg

Dreiradfreunde verbreiteten italienisches Flair

Die italienischen Dreiräder sind vielseitig. Dieses Model Calessino von Frank Alpert wird oft als Taxi eingesetzt. Hier chauffiert er den Organisator des Treffens, Thomas Westphal, und dessen Sohn Moritz.

Bad Segeberg (ohe). Wo sie durch die Straßen knattern, da sind ihnen die Hingucker sicher. 30 Ape-Fahrer trafen sich von Himmelfahrt bis zum vergangenen Sonntag in Bad Segeberg. Thomas Westphal hatte zu dem Treffen eingeladen. „Lollo Ferrari“ nennen ihn die Fahrer der italienischen Dreiräder. Denn Westphal hat seinen Kleintransporter in original Ferrari-Farbe lackieren lassen.
420 Kilometer reiste Reinhard Federer aus dem norddänischen Selde an. Für ihn ist das bei weitem nicht die längste Tour gewesen. „Im vergangenen Jahr bin ich bis Bozen gefahren.“ „The Guido“ hat er sein rotes Dreirad genannt. 45 Stundenkilometer erreicht das Gefährt aus dem Hause des Vespa-Herstellers Piaggio als Spitzengeschwindigkeit. Trotzdem passierte Federer jeden Alpenpass mühelos. „Bei der Bergabfahrt lief mir einmal die Bremse heiß“, sagt der Däne. Die Zweitaktmotoren kann man nicht zum Bremsen einsetzen. 16 Tage brauchte Federer für die 3.665 Kilometer lange Tour nach Bozen und zurück.
Frank Alpert, genannt „Roadrunner“, darf mit seiner Ape sogar auf die Autobahn. 62 Stundenkilometer sind als Höchstgeschwindigkeit im Fahrzeugbrief angegeben. „Das mache ich aber nicht. Ich bin ja nicht lebensmüde“, sagt Alpert. Er hat seine schwarze Ape zum Wohnmobil umgebaut. Seine Frau Renate hat er mit dem Dreiradfieber angesteckt. Sie folgte ihrem Mann in einer Ape Calessino. „Das Model wird in Indien gefertigt und dort als Taxi eingesetzt“, erklärt Alpert. Er hat in dem Viersitzer mit Faltdach auch schon Hochzeitspaare chauffiert.
Auf dem Seecampingplatz in Bad Segeberg hatten die Ape-Fahrer eine eigene Wiese zum Campen. „Lollo Ferrari“ zeigte den Teilnehmern des Treffens seine Heimatstadt, mit Großem Segeberger See und den Kalkberghöhlen. Auch ein Eisessen beim Italiener stand auf dem Programm. Mit Gehupe fuhren die Dreiräder dafür durch die Innenstadt. Am Sonnabend starteten die Dreiradfahrer zu einer gemeinsamen Fahrt ins Blaue. Im Café Kunterbunt in Steinbek kehrten sie dabei zur Rast ein.

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