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Kultband Zing startet neu durch

Diese Lieder schrieb das Leben

René Münzer, Toddy Schermer, Micky Koch, Ele Schermer, Peter Kistmacher und Volker Martinen sind die Band Zing. 27 Jahre nach ihrer Auflösung hat die Band jetzt ein neues Album veröffentlicht. Fotos: zing

Seedorf-Berlin (ohe). Irgendetwas geht immer schief. Das war so, als die Band Zing Ende der 1980er Jahre kurz vor ihren großen Durchbruch stand und zwei Plattenverträge platzen. Auch der Neustart der sechs Musiker aus dem Raum Bad Segeberg schien zu scheitern. Gerade hatten sich die Bandmitglieder für eine kreative  Woche in einer Reetdachkate in Süderstapel zusammengefunden, da musste Keyboarder René Münzer wegen einer Entzündung in der Schulter auch schon wieder abreisen. Sänger Michael „Micky“ Koch nennt das den „Zing-Faktor“. Doch dieses Mal glückte der Band der Neustart. Nach drei Tagen kam  René Münzer fit zurück. Jetzt – 27 Jahre nach der Auflösung – kehrt Zing mit einem ausgezeichneten Deutschrock-Album zurück.
„Ganz einfach war das nicht“, gesteht Micky Koch ein. „In unserer Gruppe haben wir viele Alpha-Tiere“, nennt  Gitarrist und Sänger Torsten „Toddy“ Schermer einen Grund. Für ihn macht das aber auch den besonderen Reiz aus. „Zing klingt nie wie...“, sagt Schermer. Die Band hat ihren ganz eigenen Stil. Der hat sich in den 33 Jahren seit der Bandgründung geändert. „Die 80er Jahre waren Sturm und Drang“, meint Micky Koch. Kraftvoll und rockig kehrten  Zing 2003 mit ihrer Rockshow zurück. „Jetzt haben wir eine Lebensbilanz gezogen“, meint Toddy Schermer.
„Zingularität“ heißt das neue Album mit 13 Stücken. Rockige UpTempo-Nummern reihen sich darauf nahtlos an sensible Gedankenspiele. Die Bandmitglieder Micky Koch, Toddy Schermer, Volker Martinen, René Münzer, Peter Kistmacher und Gabriele Schermer schrieben im Vorfeld  jeder an neuen Songs. Unter dem Reetdach in Süderstapel suchten sie die besten Stücke aus. „Wir haben die Stories der Songs selbst erlebt. Im Alter wird einem klarer, wer man ist. Und auch, wer man eben nicht ist“, erklärt Micky Koch.
Das Album ist ab sofort im Handel zu haben. Nähere Informationen gibt die Website www.zing-die-band.de.

Zum Gedenken „Twissel“: „Rock den Himmel“

„Zingularität“ ist ein modernes eigenständiges Rock-Album abseits der Trends deutschsprachiger Musik.

Mitwirkende für Musikvideo gesucht

Zum Gedenken an den 2016 verstorbenen Bad Segeberger Musiker Jan „Twissel“ Twiesselmann schrieben Toddy Schermer und Micky Koch den Titel „Rock den Himmel“. „Wir haben oft geplant, gemeinsam Musik zu machen. Leider ist es nie dazu gekommen“, bedauert Toddy Schermer.
Zusammen mit Freunden und Bekannten Jan Twiesselmanns will die Band Zing jetzt ein Musikvideo produzieren. „Wir benötigen 25 bis 30 Leute“, sagt Micky Koch. Jeder soll im Video eine Textzeile des Songs übernehmen. Micky Koch wird im seinem Studio anschließend alles zusammenschneiden. Wer mitmachen möchte, sollte sich über die Website www.zing-die-band.de melden.

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