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Die Zahl der Straftaten ging zurück

Die Segeberger leben sicher

von Gerald Henseler

Im Bereich der Wohnungseinbruchdiebstähle ging die Zahl der Delikte deutlich zurück.
Im Bereich der Wohnungseinbrüche hat die Polizei ihre Aufklärungsquote deutlich gesteigert. Die Anzahl der Einbrüche sank. Foto: polizei-beratung

Bad Segeberg (ohe). Es sind erfreuliche Nachrichten, die Andreas Görs, der Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg, bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik verkündete. Noch nie in diesem Jahrhundert war die Zahl der Straftaten so gering wie im vergangenen Jahr. 14.729 Kriminaldelikte wurden 2017 bei der Polizei angezeigt. Das sind 628 Fälle weniger als im Vorjahr 2016 (-4,1 %). Zudem ist die Aufklärungsquote gestiegen. In 53,1 Prozent der Fälle konnte die Polizei die Täter ermitteln (48,8 % in 2016). Deutlich verringert hat sich auch die durch Straftaten entstandene Schadenssumme. Die Polizeidirektion Bad Segeberg beziffert sie im Jahr 2017 auf 18,5 Millionen Euro. Im Vorjahr 2016 waren es noch 25,4 Millionen Euro.
Einbrüche: Die Maßnahmen der Polizei zur Bekämpfung des Einbruchdiebstahls zeigen Wirkung. Die Zahl sank von 779 (2016) auf 460 Fälle (2017). Trotz der gesunkenen Zahlen soll die Bekämpfung von Einbruchdiebstahl ein Schwerpunkt der Polizeiarbeit bleiben. Die Polizei hat ihren Personaleinsatz in diesem Bereich erhöht. Eine besondere Herausforderung stellen reisende Tätergruppen dar.
Diebstähle: Trotz des Rückganges im Bereich der Einbruchdiebstähle blieb die Zahl der Diebstahlsdelikte nahezu auf gleichem Niveau. Einen steigenden Trend  registrierten die Polizisten bei den Ladendiebstählen. (+7.8%). Die Anzahl der Fahrraddiebstähle ging hingegen deutlich zurück (14,4%).
Rauschgiftdelikte: Die Steigerung der Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (737 Fälle) setze sich auch 2017 fort. Dabei stehen die Konsumentendelikte, insbesondere mit Cannabis, mengenmäßig im Vordergrund (578 Fälle).
Betrug und Fälschung: Drei von vier Straftaten klärten die Polizisten im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte auf. Den größten Anteil machen dabei  Waren- und Warenkreditbetrugsdelikte aus. Dabei wird bereits bezahlte Ware nicht ausgeliefert oder aber ausgelieferte Waren werden nicht bezahlt.
Rohheitsdelikte: Die Anzahl der Körperverletzungen hat sich  2017 um 100 Fälle verringert. Dadurch sinkt die Zahl der Rohheitsdelikte leicht. Die Polizei erfasste zwölf Straftaten gegen das Leben. Bis auf eine fahrlässige Tötung wurden alle Delikte aufgeklärt. Die Zahl der Sexualstraftaten blieb mit 191 Fällen auf nahezu gleichem Niveau.
Brandstiftungen: In 67 Fällen ermittelte die Polizei 2017 nach Bränden. In 40 Fällen besteht der Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung. Das sind 16 Taten mehr als im Vorjahr. In 35 Fällen gehen die Ermittler von technischen Brandursachen oder unbekannten Ursachen aus.

Die Anzahl der Straftaten war im Kreis Segeberg lange nicht so gering wie im Jahr 2017. Grafiken: thomsen

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