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Mit Sicherheit ins neue Jahr rutschen

Die Feuerwehr gibt Tipps zum Silvesterfeuerwerk

von Katja Lassen

Wehrführer Mark Zielinski rät: Wer keinen Feuerlöscher hat, kann mit dem Feuerlöschspray, das es im Handel für den Innenbereich und den Außenbereich gibt, eine nötige Vorsorge treffen. Fotos: kf

Bad Segeberg (kf). Zum Jahreswechsel lässt man es traditionell krachen und begrüßt mit einem Silvesterfeuerwerk das neue Jahr. Auch in diesem Jahr werden wieder Feuerwerkskörper im Wert von mehreren Millionen Euro in die Luft gehen. Manchmal mit schlimmen Folgen. „Jedes Jahr kommt es an Silvester zu zahlreichen Unfällen mit Verletzungen und zu Bränden“, weiß Holger Bauer, Pressesprecher des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein (LFV). Die Gründe seien fast immer leichtsinniges und unsachgemäßes Hantieren mit Feuerwerkskörpern. Viele Verletzungen und Schäden lassen sich durch vorsichtiges Handeln vermeiden. Hier einige Sicherheitstipps für ein unbeschwertes Silvester:
Raketen und Böller nicht in Kinderhände
Grundsätzlich gehören Feuerwerkskörper und Raketen nicht in die Hände von Kindern. Die Abgabe an Personen unter 18 Jahren ist verboten. Wichtig ist es, beim Kauf auf das BAM-Prüfzeichen zu achten. Nur so gekennzeichnetes Feuerwerk ist von der Bundesanstalt für Materialprüfung  (BAM) zugelassen und knallt nicht viel stärker als erwartet. Extrem fahrlässig handelt, wer sich illegal mit sogenannten Polenböllern eindeckt. Die Aktion ist strafbar und absolut gefährlich für Leib und Leben. Bad Segebergs Wehrführer Mark Zielinski warnt, im vergangenen Jahr habe es zwei Amputationsverletzungen gegeben.
Grundsätzlich sind Raketen, Böller und Fontänen nur im Freien zu verwenden. Ganz wichtig ist es, die Gebrauchsanleitung zu beachten und genügend Abstand zu Menschen, Tieren sowie Häusern, Mülltonnen und Autos zu halten. Bei Reetdächern ist besondere Vorsicht und großer Abstand geboten. Außerdem sind regionale Feuerwerksverbote der Ordnungsbehörden zu beachten.
Raketen sollten aus einer mit Wasser gefüllten Flasche oder einem Eimer Sand immer senkrecht in den Himmel geschossen und niemals in der Hand behalten werden.
Böller und anderes Feuerwerk sollten auf dem Boden liegend oder stehend angezündet werden und man sollte sich schnell aus dem Bereich entfernen. Wer trotz Warnung aus der Hand zündet, sollte rechtzeitig wegwerfen und sich versichern, dass die Wurfrichtung frei ist. Wichtig: Blindgänger nicht ein zweites Mal zünden, sondern entsorgen.
Weitere Vorkehrungen sollten getroffen werden. Türen und Fens­ter der Wohnung sollten geschlossen bleiben, damit sich kein Feuerwerk hinein verirrt. Mülltonnen, Papiertonnen und Gelbe Säcke sollten, soweit möglich, sicher verwahrt werden.
Auto in die Garage
Auch das Auto sollte sicher untergebracht sein, am besten in einer Garage. Ist das nicht möglich, könnten Fahrzeughalter versuchen, ihr Auto in ruhigen Seitenstraßen abzustellen und belebte Kreuzungen sowie bekannte Feierplätze in der Nachbarschaft meiden. Zwischen 23.30 Uhr und ein Uhr sollten nur unvermeidbare Fahrten vorgenommen werden. Dabei langsam fahren, die Fenster geschlossen halten, „Feuerwerkern“ ausweichen und gegebenenfalls anhalten. Das Durchfahren eines Privatfeuerwerks provoziert Attacken auf das Auto.
Bei einem Brand oder einem Unfall immer sofort die Feuerwehr und den Rettungsdienst über den Telefonnotruf 112 benachrichtigen.

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