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Der „Weltknuddeltag“ kommt gerade recht

von Inge Schlüter

Inge Schlüter

Das passt gut: Gerade noch steckt mir – und wahrscheinlich auch manch anderem – das Unverständnis, ja die Sorge über die Amtseinführung des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten in den Knochen. Da legen sich die wohltuenden Absichten des „Weltknuddeltages“ wie Balsam auf meine Seele.
Man könnte meinen, dass dieser Aktionstag ganz bewusst, sozusagen zum Trost, einen Tag nach besagter Amtsübernahme gelegt wurde, um all den Verunsicherten aufzuzeigen, dass neben vereinzelt aggressiver Mimik und angriffslustigen Äußerungen ebenso Warmherzigkeit und Zuneigung unter den Menschen gewollt und gelebt wird.
Aber tatsächlich ist das erstmals 1986 gewählte Datum für den „Weltknuddeltag“, der 21. Januar, auf zwei weitere Feste, die Herzlichkeit in den Mittelpunkt stellen, zurückzuführen. Der „knuddelige“ Tag liegt nämlich genau mittig zwischen Weihnachten und Valentinstag.
Die Übersetzung des ursprünglichen „National Hugging Day“ wurde aus meiner Sicht etwas verniedlicht vollzogen, denn „hugging“ heißt korrekt übersetzt umarmen und nicht knuddeln.
Aber vielleicht spielt es auch gar keine so große Rolle, welches Wort uns darauf aufmerksam macht, dass Zuwendung und Zuneigung – gegeben und erhalten – in jedem Fall positive Nebenwirkungen mit sich bringen: Es kann helfen Stress abzubauen und es verringert Ängste. Obwohl – der Gedanke an eine Umarmung vom neuen Präsidenten würde mich mehr stressen als keine Umarmung! Das ist wohl die sogenannte Ausnahme, die die Regel bestätigt!
Zurück zu den Nebenwirkungen: „Knuddeln“ kann sogar den Blutdruck senken, das Immunsystem stärken und die Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung fördern – das gab zumindest das Zentrum für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien bekannt. Und all das steigert unweigerlich das Wohlbefinden eines jeden Menschen. Wunderbar! Denn in Zeiten, in denen hierzulande das „Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen“ erlassen wurde und in den USA „Obama Care“ wackelt, scheint mir das „Knuddeln“ eine äußerst zuverlässige und kostenneutrale Gesundheitsvorsorge zu sein.
Danke „Weltknuddeltag“!

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