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Corona macht Lust aufs Rad

von Gerald Henseler

Radfahren wird immer beliebter. Fotos: ohe

Bad Segeberg (ohe). Radfahren liegt im Trend. Und die Corona-Pandemie hat diesen nochmals verstärkt. Die Anzahl der Elektrofahrräder hat sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdreifacht. Aber auch konventionelle Fahrräder werden immer beliebter.

„Viele holen ihre alten Drahtesel aus dem Keller und richten sie wieder her“, weiß Sascha Besuch, Inhaber der Firma Kfz-Zubehör und Fahrräder Wiencke in Bad Segeberg.

Die neue Lust aufs Fahrrad und besonders auf das Pedelec hat nicht nur positive Seiten. Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr einen sprunghaften Anstieg bei Unfällen mit Elektrofahrrädern.

Der Eindruck, dass Fahrradhändler zu den großen Gewinnern der Corona-Krise gehören, täusche, meint Sascha Besuch. Zwar seien die Verkaufszahlen zu Beginn der Fahrradsaison 2020 stark gestiegen, doch im Laufe des Jahres wieder unter Vorjahresniveau gesunken. Zu schaffen machen besonders kleineren Händlern zur Zeit die Lieferengpässe. „Manche Modelle sind nicht mehr zu bekommen“, meint Klaus-Dieter Martens, Betriebsleiter von Zweirad Martens in Bad Segeberg. Noch problematischer sei die Situation bei Ersatzteilen. „Gerade gängige Ersatzteile haben lange Lieferzeiten“, sagt Juri Jakowlew, Mitarbeiter der Firma Wiencke. Vieles haben sich die Händler daher jetzt schon auf Lager gelegt. Sie rechnen in dem Bereich aber mit deutlichen Preisanstiegen.

Weggeworfen wird daher in der Werkstatt von Sascha Besuch nichts mehr. „Wir versuchen alles wieder aufzuarbeiten“, sagt der Zweiradfachmann.

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