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Seecampingplatz feierte 65. Geburtstag

Campen mit Blick auf Kalkberg und See

von Gerald Henseler

In den 50er und 60er Jahren war der Campingplatz Müller sehr beliebt. Nahezu alle reisten damals mit dem Zelt an. Foto: kalkberg-archiv

Bad Segeberg (ohe). Bei Krus-tenbraten vom Grill und Getränken feierten  Brigitte Schmidt und Uwe Maletzki am Dienstag den 65. Geburtstag ihres Campingplatzes am Großen Segeberger See. Ihre 30 Dauercamper hatten sie zu dem Fest unter dem Vordach der platzeigenen Schankstube eingeladen.
In einem Bilderrahmen haben sie Fotos, Postkarten und Zeitungsartikel aus der 65-jährigen Geschichte des Campingplatzes zusammengestellt. „Norbert Müller, der Enkel des Campingplatzgründers, hat uns auf den Geburtstag hingewiesen“, erklärt Uwe Maletzki. Er besucht den Campingplatz in Bad Segeberg regelmäßig mit seinen Feuerwehrkameraden aus Oldendorf.
Bis ans Seeufer hinuter standen die Zelte während der ersten Jahre  des Campingplatzes. Heute müssen die Camper  eine 25 Meter breite Schutzzone zum See hin offen lassen. Seeblick und Blick auf den Kalkberg haben Camper hier gleichermaßen. Das machte den Campingplatz Müller, wie er bis zum Verkauf an die Stadt Bad Segeberg in den 1990er Jahrenhieß, beliebt. „In den Anfangsjahren gab es in der Sommersaison lange Wartelisten für  Dauercamper“, berichten Brgitte Schmidt und Uwe Maletzki.
Sie übernahmen den Campingplatz im Januar 2016. „Damit haben wir auch die riesige Aufgabe der Sanierung übernommen“, sagt Uwe Maletzki. Die sanitären Anlagen waren  veraltet, viele Stellplätze zugewuchert, der Platz verwildert. Mit einem großen Teil an Eigenarbeit haben Brigitte Schmidt und Uwe Maletzki den Platz seither renoviert. Die Waschräume für Damen sind neu. „Die Herren haben zum nächsten Saisonstart neue Sanitärräume“, verspricht Uwe Maletzki. Dann möchte er auch weitere 20 bis 25 Plätze für Dauercamper fertiggestellt haben. Mit dem Minibagger ebnet er die Plätze ein und entfernt Sträucher.
Der Eingangsbereich des Campingplatzes hat so schon Parkcharakter bekommen. „Wir haben viele positive Rückmeldungen von Campern und ihren Gäs-ten“, freut sich Brigitte Schmidt. Zu den vielen Ideen, die die Campingplatzbetreiber haben, zählt auch eine Unterkunft für Fahrradfahrer. Den Radtouristen möchten sie das Campen mit fertig aufgestellten Zelten und Betten bequemer machen.
Während vor 65 Jahren nahezu alle Camper mit dem Zelt reisten, kommen Camper heute zumeist mit Wohnwagen oder Wohnmobilen. „20 Prozent unserer Gäste reisen noch heute mit dem Zelt an“, sagt Brigitte Schmidt. Ihnen steht eine eigene Wiese zur Verfügung.

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