Aktuelles

Briefe mit Herz schreiben und damit Freude bereiten

von Katja Lassen

Rebekka Dittrich-Scharmweber ist Betreuungsfachkraft in Ausbildung, die sie für die Betreuung ihrer Kinder jetzt unterbrechen musste. Sie hatte die Idee, Bewohnern und Pflegern von Alten- und Pflegeheimen, die wegen des Corona-Virus keinen Besuch empfange

Klein Rönnau (kf). Mitten im Praktikum, das an ihren Qualifizierungslehrgang zur Betreuungsfachkraft anschließt, zwang der Coronavirus Rebekka Dittrich-Scharmweber, eine Pause einzulegen. Zwar wäre ihre Arbeit, bei der sie alten Menschen im Pflegeheim Zeit durch Beschäftigung schenkt, gerade jetzt mehr denn je gefragt, doch ist die alleinerziehende Mutter aus Klein Rönnau gezwungen, sich um ihre beiden Kinder (10 und 2,5 Jahre) zu kümmern.

Die alten Menschen in den Pflegeheimen dürfen ja zu ihrem eigenen Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus nicht besucht werden. „Dabei sind die sozialen Kontakte gerade für sie so wichtig“, weiß Rebekka Dittrich-Scharmweber. Um den Bewohnern, aber auch den fleißigen Pflegekräften eine Freude zu bereiten, kam ihr die Idee, die guten alten Briefe wieder aufleben zu lassen und den Menschen eine liebe Nachricht zu schreiben. Das kann entweder ein Dankeschön an die Pfleger sein, dann sollte der Briefumschlag mit einem blauen Herz gekennzeichnet sein. Oder eine Ablenkung und Motivation für die Bewohner, dann bitte mit einem grünen Herz. Für diese Aktion wirbt sie auch über Facebook unter „Herzlich in Bad Segeberg“.

Erste Einrichtungen, wie der Pflegedienst up‘n Dörp in Klein Rönnau, die Seniorenresidenz Groß in Fahrenkrug und das Seniorenzentrum vom DRK in Kaltenkirchen, haben schon Interesse an den Briefen bekundet. Das DRK als Träger vieler Kindertagesstätten hat ein Rundschreiben versendet, in dem es die Kinder in der Notbetreuung aufruft etwas zu malen oder zu basteln.Eine schöne Idee, die mit wenig Zeit und Aufwand sehr viel Freude schenken kann.Übrigens steht das Briefe schreiben in Klasse 3 sogar auf dem Lehrplan. Vielleicht ein schöner Anlass, hier die gelebte Praxis zu üben.Die Briefe können an folgende Adresse gesendet werden:

Rebekka Dittrich-Scharmweber

Am Dorfplatz 13

23795 Klein Rönnau

Die eingesandten Briefe wird sie in einer Tüte für drei Tage wegstellen, falls sich ein möglicher  Virus auf dem Papier hält, und erst dann an die Einrichtungen weiter geben.

Diesen Beitrag teilen:

Zurück