Aktuelles
Justizvollzugsschule eröffnete in ehemaliger Rantzau-Kaserne

Besondere Chance für Boostedt

von Gerald Henseler

Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack und Boostedts Bürgermeister Hartmut König freuen sich über den Umzug der Justizvollzugsschule auf das Gelände der ehemaligen Rantzau-Kaserne. Foto: aby

Boostedt (aby). „Das ist ein rundum guter Tag für die Landesjustiz, wir freuen uns sehr, in Boostedt sein zu dürfen. Die Justizvollzugsschule findet hier attraktive und bedarfsdeckende Räumlichkeiten vor“, erklärte die Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack anlässlich der Eröffnung der neuen Justizvollzugsschule in Boostedt. Seit dem 4. November läuft der Unterricht in Gebäuden auf dem Gelände der ehemaligen Rantzau-Kaserne. Auch Boostedts Bürgermeister Hartmut König war erfreut: „Das ist eine besondere Chance für Boostedt im Zuge der Konversion. Es freut uns, dass die Gebäude wieder sinnvoll genutzt werden und wir möchten, dass sich Schüler und Dozenten hier wohlfühlen. Meine Hoffnung ist, dass die Schule auf lange Sicht hier bleibt.“ Die Schulgebäude befinden sich in Nachbarschaft mit den Häusern der Landesunterkunft für Flüchtlinge. Dirk Gärtner, Leiter des Landesamts für Ausländerangelegenheiten, begrüßte die Schule: „Das Ausbildungsangebot ist attraktiv, auch wir werden hier Auszubildende haben.“

Die Anwärterin für den Justizvollzugsdienst Anastasia März hat gerade den zweimonatigen Einführungslehrgang in Boo-stedt begonnen und meinte: „Es ist toll gemacht. Obwohl ich vier Jahre bei der Bundeswehr war und nun wieder in ein Kasernengebäude gekommen bin, gefällt mir das Angebot mit Aufenthaltsbereich, Kicker und einer top ausgestatteten Küche gut.“ 100 Nachwuchskräfte lernen in Lehrgängen gestaffelt unter anderem Strafrecht, Psychologie und Kriminologie, eine Turnhalle für Sport, Deeskalationstraining und Selbstverteidigung steht auch bereit.

Die Justizvollzugsschule ist vollständig von Neumünster nach Boostedt umgezogen.„Der Umzug fand im laufenden Betrieb innerhalb von drei Tagen statt. Es wurde dort zu klein. Die Justizvollzugsanstalt nutzt die Räume als Zwischenlösung“, so Leiter Dr. Reinhard Spieß.

Diesen Beitrag teilen:

Zurück