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Hospizverein Segeberg führte erstes Schulprojekt durch

Beschäftigung mit dem Tod spendet auch Trost

von Gerald Henseler

Zum Abschluss des Projektes sangen die Schüler gemeinsam mit Klassenlehrerin Carolin Schwarz (3.v.li.) das Lied „I like the flowers“. Renate Mier (2.re.) begleitete sie dabei auf der Gitarre. Foto: ohe

Bad Segeberg (ohe). Skeptisch waren alle, als Carolin Schwarz vorschlug, mit ihrer fünften Klasse ein Projekt zum Thema Tod und Sterben durchzuführen. „Ich dachte erst, oh Gott, das wird traurig“, sagt Mirco. „Wir haben aber auch manchmal gelacht“, ergänzt seine Mitschülerin Cheyenne.
Drei Tage lang beschäftigte sich die fünfte Klasse von Carolin Schwarz an der Schule am Burgfeld mit dem Themenbereich. Carolin Schwarz ist selbst Mitarbeiterin des Hospizvereins Segeberg. Aus dem Kreis der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter des Vereins und von Susanne Kowalski vom Kindehospizverein die „Muschel“ bekam sie Unterstützung.
Am ersten Tag beschäftigten sich die Schüler mit dem Thema „Werden und Vergehen“. Am zweiten Tag besuchten die Schüler den Hospizverein und erkundeten bei einer Rallye den Friedhof. Dabei ging es um Sterben und Tod. Am dritten Tag bas­telten die Schüler unter anderem Trostlichter und sangen Lieder. Traurig sein und trösten hieß das Thema am Abschlusstag. „Dabei habe ich Tipps bekommen, wie ich mit dem Tod meines Opas umgehen kann“, berichtet ein Schüler.
Trotz ihres jungen Alters haben die meisten Schüler Erfahrung mit Abschieden. In den Gruppengesprächen berichteten sie über den Tod von Verwandten oder Haustieren. Auch Abschiedsgefühle nach Trennungen der Eltern oder nach einem Umzug schilderten die Fünftklässler. „Ich danke euch für eure Offenheit und Wärme.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich  Ines Knittel-Fahrmeier in der Abschlussrunde von den Schülern. Die ehemalige Lehrerin gehörte mit der Lehrerin Sandra Kaack zum ehrenamtlichen Helferteam des Hospizvereins Segeberg. Koordinatorin Renate Mier war als hauptamtliche Mitarbeiterin des Vereins mit dabei.
Die Mitarbeiter des Hospizvereins haben sich lange und ganz speziell auf das Projekt vorbereitet. Künftig wollen sie ähnliche Veranstaltungen öfter an Schulen anbieten. Erste Anfragen aus dem Lehrerkollegium der Schule am Burgfeld gibt es bereits.

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