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Beratungsstelle hilft, wenn die Wohnungslosigkeit droht

von Gerald Henseler

Bad Segeberg (mq). Es gibt viele Gründe, die dazu führen können, dass einem die Wohnungslosigkeit droht. Das Problem existiert nicht nur in den Großstädten, Auch im Kreis Segeberg sind immer mehr Menschen davon betroffen, die entweder ihre Wohnung verloren haben oder denen ein Leben ohne eigene vier Wände droht.

„Vermehrt Junge und Heranwachsende, aber auch Menschen mit Migrationshintergrund sind von Wohnungslosigkeit bedroht“, sagt Heinrich Deicke, Geschäftsführer der Diakonie Altholstein mit Sitz in Neumünster. Die Diakonie hat vom Kreis Segeberg den Auftrag erhalten, ein Beratungsangebot zu stellen. „Wir begrüßen es sehr, dass sich der Kreis Segeberg dieser wachsenden Problematik angenommen hat und durch die Finanzierung verschiedener Angebote darauf reagiert“, sagt Deicke.

„Wir haben erkannt, dass das Problem immer größer wird und die Mittel verdreifacht“, sagt Jörn Giesecke, Fachdienstleiter Soziales und Integration beim Kreis Segeberg. Während von 2015 bis 2019 86.000 Euro in diesen Bereich flossen, wurden die Mittel von 2020 bis 2025 auf 300.000 Euro aufgestockt. Dazu gehören auch 74.000 Euro, mit denen die Stadt Norderstedt diese Hilfe für sich organisiert. Zudem finanziert der Kreis mit 60.000 Euro ein Wohnkompetenztraining, vornehmlich für Menschen mit Fluchterfahrung. In diesem Kursus werden Grundkenntnisse vermittelt, die für die Anmietung von eigenem Wohnraum relevant sind.

In Bad Segeberg wurde in der Lübecker Straße 10-12 die Zentrale der Beratung in Wohnungsnotlagen eingerichtet. Hier wird bei Mietschulden, Wohungskündigung durch den Vermieter, Obdachlosigkeit, Zwangsräumung oder Wohnungsnotlagen kostenlos und unverbindlich geholfen. Beraten wird zudem in den Außenstellen Wahlstedt, Bornhöved, Bad Bramstedt, Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg. „Wir besuchen unsere Klienten aber auch zuhause, wenn sie keine Möglichkeit haben, in die Beratungsstellen zu kommen“, satt Vanessa Trampe-Kieslich, Geschaftsbereichsleitung Soziale Hilfen bei der Diakonie Althol–stein.

Termine mit dem fünfköpfigen Team von Norbert Penning, Fachbereichsleiter Wohnungshilfe, können unter der Telefonnummer 0  45  51 / 5  30  78-69  00 oder per E-Mail wnb-segeberg@diakonie-altholstein.de vereinbart werden. Die offene Sprechstunde kann derzeit wegen der Coronapandemie nicht angeboten werden.

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