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Basteln, pirschen und Wildtiere füttern

von Gerald Henseler

Rüben, Kartoffeln, Kastanien, Mais, Hafer und vor allem Heu. Klara hat für die Wildtierfütterung alles zusammengesammelt. Fotos: ohe

Daldorf (ohe). Auch wenn die beliebte Waldweihnacht im Erlebniswald Trappenkamp das zweite Jahr in Folge ausfallen muss, die Waldweihnacht für Grundschulen findet wieder statt. 10.000 Gäste und mehr kamen in früheren Jahren zu dem vorweihnachtlichen Event in den Erlebniswald. „Das ist eine Veranstaltung, zu der besonders viele Kinder kommen“, sagt Stephan Mense, Leiter des Erlebniswaldes Trappenkamp. Die meisten können noch nicht geimpft werden. Daher ist Mense das Risiko einer solchen Massenveranstaltung, bei der Kinder aus Nah und Fern zusammen spielen und basteln, zu hoch.

Anders ist das bei der Waldweihnacht für Grundschulen. Hier kommen die Kinder im Klassenverband. Genau dieselben Schüler würden sonst zusammen im Klassenraum sitzen. Noch bis Mittwoch, 8. Dezember, führen die Waldpädagoginnen des Erlebniswaldes 26 Klassen des zweiten und dritten Schuljahres durch den Wald. An sechs Stationen erledigen die Mädchen und Jungen dort Aufgaben. Sie stellen Futter für die Waldtiere zusammen, pirschen durch den Winterwald, stellen pantomimisch Wildtiere dar, basteln Haselstecken und weihnachtliche Dekorationen. Zum Abschluss wärmen sie sich am Lagerfeuer bei Apfelpunsch und Lebkuchen.

Möglich macht dies die finanzielle Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Südholstein. „Wir freuen uns dieses Angebot auch in einer schwierigen Zeit wieder machen zu können“, sagt Kai Gräper, Vorstandsmitglied der Stiftung. 6.500 Euro stellt die Stiftung dem Erlebniswald für das Event zur Verfügung. Bei Schulen ist die Waldweihnacht sehr beliebt. Die 26 Plätze waren im Handumdrehen vergeben.

Der Erlebniswald Trappenkamp muss in diesem Jahr mit einem Drittel weniger Umsatz zurecht kommen. Es fehlen die Eintrittsgelder während der verordneten Schließung im Frühjahr und Einnahmen aus abgesagten Events. Trotzdem sieht Stefan Mense den Erlebniswald gut aufgestellt. „Wir haben umgeschichtet und andere Schwerpunkte gesetzt“, sagt Mense. Die waldpädagogischen Führungen für Schulklassen waren in diesem Jahr fast wieder auf dem Niveau wie vor der Corona-Pandemie.

Die Studenten der Elly-Heuss Knapp-Schule Neumünster führen bei der Waldweihnacht üblicherweise Märchen auf. In diesem Jahr begleiten sie zehn Schulklassen durch einen Märchenparcours, basteln mit den Kindern Requisiten, informieren über Wald- und Märchentiere und führen abschließend gemeinsam mit den Schülern ein Märchen auf.

„Der Wald ist in Corona-Zeiten ein guter Ort“, meint Stefan Mense. Ihn ärgern nur die vielen achtlos weggeworfenen Masken. Der Stoff dieser Mund- und Nasenschutze verrottet schlecht. Neugierige Waldtiere fressen die Masken, was ihnen nicht bekommt.

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