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AWO und Gemeinde Wankendorf sind sich einig

Wankendorf bekommt ein Familienzentrum

Zwischen dem Gebäude des AWO-Ortsvereins und dem zuletzt als Tourist-Info genutzten Pavillon (Kirchtor 18) wird das neuen Familienzentrum gebaut.

Wankendorf (ohe). Der Vertrag ist unterzeichnet. Die Gemeinde Wankendorf bekommt als fünfte Kommune im Kreis Plön ein Familienzentrum. Die Trägerschaft übernimmt die Arbeiter Wohlfahrt (AWO) Schleswig-Holstein. Bürgermeisterin Silke Roßmann und Gesa Kitschke von der AWO unterzeichneten kurz vor Weihnachten eine entsprechende Vereinbarung.
Am 1. Februar wird die Koordinatorin ihren Dienst antreten. Sie bezieht zunächst den zuletzt als Tourist-Info genutzten Pavillon vor dem Gebäude des AWO-Ortsverbandes (Kirchtor 18). Fast alle örtlichen Vereine und Organisationen, die mit Menschen zu tun haben, wollen sich am Familienzentrum beteiligen. „Das sind tolle Startbedingungen“, freut sich Gesa Kitschke. Die hauptamtliche Koordinatorin will zunächst Netzwerkstrukturen schaffen und Kontakte aufbauen. Geplant sind Beratungsangebote, Kurse und Treffpunkte.
Als denkbare Beispiele benennt Gesa Kitschke eine Hebammensprechstunde, Schuldenberatung, Erziehungsberatung, Elternabende, Suchtberatung, Tauschbücherei und einen Anlaufpunkt der Plöner Tafel. Noch fehlen in Wankendorf dafür die Räumlichkeiten.  Doch die werden gebaut. Auf dem Parkplatz vor dem Gebäude des AWO-Ortsvereins entsteht ein Anbau mit rund 130 Quadratmetern Nutzfläche. Er soll neben Büro- und Beratungsräumen auch einen Gruppenraum, Räume der Tauschbücherei und ein Foyer beherbergen. Gruppenraum und Küche des Altbaus sollen vom Familienzentrum mit genutzt werden.
Im Rahmen der Bauarbeiten wird das Gebäude des AWO-Ortsverbandes energetisch saniert. Silke Roßmann glaubt, dass mit den Bauarbeiten im Sommer des nächs­ten Jahres begonnen werden kann. Der Anbau soll in Holz-Trocken­bauweise erstellt werden. „Das geht schnell“, meint Silke Roßmann. „Wir wünschen uns, dass das neue Familienzentrum spätestens in einem Jahr fertig ist.
Die Planer gehen von Baukosten in Höhe von 498.000 Euro aus. Die Gemeinde Wankendorf muss davon 135.000 Euro tragen. Der Rest sind Fördergelder.
Der Weg zum Wankendorfer Familienzentrum war lang. Erst eine Machbarkeitsstudie überzeugte die Mehrheit der Gemeindevertreter. „Das Geld, das wir jetzt für Prävention ausgeben, werden wir  irgendwann an anderer Stelle einsparen“, meint Silke Roßmann.
Die Koordinatorin des Familienzentrums hat zunächst nur eine halbe Stelle. „Sobald der Neubau fertig ist, bekommt sie eine Vollzeitstelle“, sagt Gesa Kitschke. Die Gemeinde Wankendorf rechnet mittelfristig mit eineinhalb hauptamtlichen Stellen im Familienzentrum. 78.000 Euro laufende Kosten sind dafür eingeplant.

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