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Stammtisch ist offen für alle Segeberger Autoren

von Silvie Domann

Gehören zum Autoren-Stammtisch und bereiten eine Lesereihe vor (v.li.): Tobias Sommer, Dr. Jürgen Weber, Elke Deffert, Angelika Trümper, Hardy Pundt und Arne Rosenow. Foto: sd

Bad Segeberg (sd). Hunde sind wie Menschen. Manche sind treu, anderen ist alles „scheißegal“ und sie „pinkeln einem ans Bein“. Autorin Angelika Trümper ist Hundefan und so drehen sich viele ihrer Gedichte und Aphorismen um die Vierbeiner. Sie gehört mit zum Autoren-Stammtisch, der sich seit einem halben Jahr regelmäßig zum Austausch trifft. Schreiber und Schreiberinnen aus Bad Segeberg und Umgebung haben sich zusammengeschlossen, die Bandbreite der Genres ist vielschichtig: Krimis, plattdeutsche Geschichten, Fantasy, Mystery, Sachbücher, Gedichte, Biographien.
„Ich hatte die Idee, die Literaten des Kreises zu sammeln und gemeinsam eine Lesereihe zu veranstalten“, sagt Hardy Pundt, der bereits fünf Krimis über seine Heimat Ostfriesland geschrieben hat. Dass sein Gedanke auf so fruchtbaren Boden fallen würde, habe er nicht erwartet, doch beim ersten Stammtisch hätten sich etwa zwölf Schriftsteller eingefunden. Mit zum Stammtisch gehören auch Bianca Bolduan (Mystery), Antonia Fehrenbach (Krimi) und Rainer Lilie (Gedichte). Zu den regelmäßigen Treffen kommen nun etwa sechs bis acht Autoren. Derzeit arbeiten sie an einer Lesereihe, um sich bekannter zu machen. „Erst hatten wir an einen Abend mit allen Autoren gedacht“, sagt Dr. Jürgen Weber. Er schreibt Sachbücher, Satiren und Geschichten. Jeder hätte dann zehn Minuten aus seinen Werken vorgelesen. Zum einen wäre diese Veranstaltung ein einmaliger Termin gewesen, zum anderen wäre es zu hektisch und unübersichtlich für den Zuhörer geworden. Deshalb wurde das Konzept geändert. „Pro Abend stellen zwei von uns ihre Bücher vor, wir haben versucht die Lesungen etwas thematisch zu ordnen“, erzählt Arne Rosenow, der sich auf historische Fantasy-Romane spezialisiert hat. Und so machen Jürgen Weber und Elke Deffert den Anfang. Unter dem Motto „Da brauchst Du starke Nerven! ...Lebensmomente aus verschiedenen Blickwinkeln“ werden sie aus ihren Büchern „Ruhe bewahren“ und „Kiek mol övern Tuun“ lesen. „Wir lesen im Block “, erzählt Elke Deffert, die bei Segebergern vor allem wegen ihrer Plattdeutschen Geschichten und Gedichte bekannt ist. Sie freut sich darauf, dass nun auch Paare zur Lesung kommen können, bei denen nur einer Plattdeutsch versteht, denn auch dem anderen wird etwas geboten.
Wenn die Schriftsteller sich nicht um Organisatorisches kümmern, dann lesen sie sich gegenseitig vor. „Die Bandreite ist beeindruckend und auch die gute Qualität“, so Weber. Für ihn sei ein gegenseitiges Ernstnehmen wichtig und auch dass man Texte sprachkritisch bewerten dürfe. „Doch ein Richtig oder Falsch gibt es nicht“, so Tobias Sommer, der Romane, Kurzgeschichten und Gedichte schreibt und 2014 für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert war. „Sprache wandelt sich“, sagt Angelika Trümper und verweist auf ihr Gedicht, für das sie einige Worte dem heutigen Sprachgebrauch entnommen hat.  
Wissensaustausch und gegenseitiges Unterstützen stehen im Vordergrund und so freuen sich die Autoren auf weitere Kollegen am Stammtisch. Auch möchten sie Schreibern, die noch nicht veröffentlich haben, Hilfestellung geben. Weitere Informationen erhält man bei Hardy Pundt unter hardypundt@web.de oder Arne Rosenow unter arnerosenow@web.de.
Die Lesereihe „HörMalHin“ beginnt am Freitag, 17. Februar, ab 19 Uhr in der Buchhandlung WortWerke, Hamburger Straße 39. Der Eintritt ist frei. Weitere Lesungen folgen im März und April.

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