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Autofahrer in Borstel auf dem (Schmiede)-Holzweg

von Gerald Henseler

„Privatgrundstück! Durchfahrt verboten“, mit diesem Schild möchte Grundstückseigentümerin Hanne Finnern verhindern, dass ihr Mieter Sascha Serfaus von Passanten beschimpft wird, die ihm vorwerfen, er würde Am Schmiedeholz 1 in Borstel eine Straße versper

Borstel (kf). Die für die Neubauten am Borsteler Forschungszentrum errichtete Baustellenampel in der Lindenallee in Borstel sorgt bei Anwohnern der Straße Am Schmiedeholz für Irritationen. Bildet sich von der B432 aus kommend ein Rückstau, kürzen die Autofahrer nicht selten über das Grundstück Am Schmiedeholz 1 ab. So ersparen sie sich die Wartezeit und biegen in die angrenzende Straße Am Schmiedeholz ein.

Sascha Serfaus ist als Inhaber des dort ansässigen Elektrobetriebs Connect@home einer von insgesamt vier Mietern. Jedem Mieter stehen Am Schmiedeholz 1 Parkplätze zur Verfügung. Außerdem gibt es Flächen, die zum Be- und Entladen der Firmenfahrzeuge genutzt werden. Wiederholt sind Sascha Serfaus und seine Mitarbeiter jetzt aber von Autofahrern bepöbelt worden, weil sie angeblich mitten auf der Straße stünden und die Durchfahrt versperrten. „Dabei ist diese Fläche gar keine Straße sondern ein Privatgrundstück“, betonen Hanne und Hans-Peter Finnern. Als Eigentümer werden sie jetzt Schilder mit der Aufschrift „Privatgrundstück! Durchfahrt verboten“ aufstellen, um diesen Irrglauben aus der Welt zu schaffen. In der Vergangenheit benutzten auch schon Busse des VHH das Grundstück als Wendeplatz. Hier half ein Anruf mit dem entsprechenden Hinweis für Abhilfe.

Sascha Serfaus möchte es sich nicht mit der Nachbarschaft verprellen, das Verhältnis sei super. „Wenn am Wochenende örtliche Sportvereine die Fläche als Treffpunkt nutzen, um von hier zu starten oder Eltern morgens ihre Kinder zum Bus bringen, ist das kein Problem, das sehen wir ganz locker“, betont er. „Aber für die Nutzung einer Fläche, für die ich Miete zahle, muss ich mich nicht noch beschimpfen lassen“, sagt er. So sehen es auch die Grundstückseigentümer, die hoffen, mit den Schildern dem Irrglauben, es handele sich um eine öffentliche Straße, ein Ende zu setzen.

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