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Ausstellung erklärt die Geschichte des Marktplatzes

von Gerald Henseler

Axel Winkler und Hans-Werner Baurycza (v.li.) erklären auf wetterfesten Schautafeln und Plakaten die Geschichte des Bad Segeberger Marktplatzes.

Bad Segeberg (ohe). Kaum hingen die ersten wetterfesten Tafeln mit Bilder und Geschichten zum Bad Segeberger Marktplatz an den Laternenpfählen, da versammelten sich schon die ersten Passanten davor. „Viele erzählen dann ihre ganz eigenen Geschichten zu den Bildern“, sagt Hans-Werner Baurycza, der die Open-Air-Ausstellung gemeinsam mit Axel Winkler zusammengestellt hat.

Eigentlich wollten sie die Ausstellung zur Geschichte des Marktplatzes im Bad Segeberger Rathaus zeigen. Das ist derzeit nicht möglich. Daher erzählen sie die Geschichte des Platzes jetzt unter freiem Himmel direkt auf dem Marktplatz. „Hier erreichen wir viel mehr Menschen“, freut sich Axel Winkler. Leute, die nie ins Rathaus gehen würden, um sich eine Ausstellung anzuschauen, bleiben hier vor den zehn wetterfesten Tafeln und den Plakaten in den Schaufenstern stehen.

1847 verlegte die Stadt Bad Segeberg ihren Marktplatz vom Rathaus an seinen heutigen Standort. Grund dafür war der Bau des Lehrerseminars, der heutigen Dahlmannschule. „Früher waren hier nur Koppeln“, erklärt Baurycza. Winkler und Baurycza beleuchten mit ihrer Ausstellung auch die dunkle Seite des Marktplatzes in der Zeit von 1933 bis 1945. Die Nationalsozialisten nutzten den Platz damals für Bücherverbrennungen, Aufmärsche und politische Kundgebungen. Schon kurz nach dem Aufhängen der Tafel, klebten die ersten NPD-Sticker auf den Bildern. Für Baurycza ist das ein Zeichen dafür, dass die Ausstellung richtig und notwendig ist.

Wer mehr über die Geschichte des Marktplatzes erfahren will, sollte sich per E-Mail (hwbaurycza@t-online.de) an  Hans-Werner Baurycza wenden. Die beiden Stadthistoriker Winkler und Baurycza planen zudem einen Vortrag auf dem Marktplatz. Die EWS finanzierte die Erstellung der wasserfesten Tafeln.

Winkler und Baurycza planen bereits weitere Open-Air-Ausstellungen. Im kommenden Jahr wollen sie sich der Geschichte der Kurhausstraße sowie der Kirchstraße widmen.

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