Aktuelles
Zukunft des ehemaligen Restaurant in Boostedt ist ungewiss

Anno 1819 ist verkauft

von Gerald Henseler

Wie es mit dem einstigen Restaurant Anno 1819 weitergeht, ist ungewiss. Es steht seit fast vier Jahren leer und verfällt zusehends. Foto: aby

Boostedt (aby). Das einstige Boostedter Restaurant Anno 1819 ist verkauft. Das bestätigte Jörg Dethlefs, der als Inhaber von Dethlefs Gewerbeimmobilien in Neumünster das Gebäude verkauft hat. „Der Eigentümer möchte sich zurzeit nicht äußern“, erklärte Dethlefs weiter. Ob das Fachwerkhaus abgerissen oder grundsaniert wird, bleibt zunächst ungewiss. In der Gemeinde wird über einen Abriss spekuliert und auch Bürgermeister Hartmut König sorgt sich: „Ich befürchte schon, dass es abgerissen wird.“ Gewerbekenner Jörg Dethlefs berichtet: „Wir haben keinen Gastronomen gefunden, der das Anno wieder herrichten möchte. Wir haben zwar mit vielen Gastronomen gesprochen, aber in dem Bereich ist es grundsätzlich schwierig, eine Finanzierung zu bekommen.“ Zuvor hatte sich bereits ein Hamburger Maklerbüro um den Verkauf des Fachwerkhauses bemüht. Interessenten gab es, doch für eine Kreditvergabe fordern die Banken in der Regel ein hohes Eigenkapital, das im Falle des Anno bei rund 100.000 Euro läge.
Das hübsche Fachwerkhaus an der Friedrichswalder Straße ist nicht denkmalgeschützt und liegt inmitten der Twietewiesen. Laut dem vom Bauausschuss verabschiedeten Bebauungsplan dürfte das Anno abgerissen werden und mit einem maximal zweistöckigen Gebäude bebaut werden. Allerdings liegt bis 2020 auf der Fläche eine Veränderungssperre, die um ein Jahr verlängert werden könnte. Das Anno hat im Erdgeschoss eine Fläche von rund 300 Quadratmetern, das gesamte Grundstück ist rund 1300 Quadratmeter groß.
Nachdem das Restaurant 37 Jahre betrieben wurde und sich in der Region einen guten Ruf als Gourmetrestaurant erarbeitet hatte, musste es 2015 schließen und lag in den Händen eines Hamburger Insolvenzverwalters. „Ein Insolvenzverwalter kann allerdings nur verkaufen und nicht vermieten“, erklärte Jörg Dethlefs. Das seit fast vier Jahren leer stehende Gebäude verfällt zusehends. Mittlerweile sind der Garten und der Parkplatz des Gebäudes an der Friedrichswalder Straße wild zugewuchert. Zur genauen Verkaufssumme wollte sich Jörg Dethlefs nicht äußern, wies aber darauf hin: „Zuletzt hatten wir es für 300.000 Euro angeboten.“
Die Zukunft der Gastronomie in Boostedt wird im möglichen Ortsentwicklungskonzept Thema sein. Am Dienstag, 27. August, wird in der Sitzung des Bauausschusses präsentiert, worum es in einem Ortsentwicklungsplan geht.

Diesen Beitrag teilen:

Zurück