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Anna Hinrichsen bringt mehr Popularmusik in die Kirche

von Dirk Marquardt

Anna Hinrichsen ist in der Kirchengemeinde Segeberg für den Bereich Popularmusik zuständig. Derzeit durchläuft sie das Studium Bachelor Kirchenmusik Popular.Foto: mq

Bad Segeberg (mq). Beerdigungen, Taufen, Hochzeiten, Konfirmationen oder normale Gottesdienste – lange Zeit wurden kirchliche Veranstaltungen von klassischer Kirchenmusik bestimmt. Das hat sich im Laufe der Jahre langsam geändert. „Popularmusik hat in der Kirche zwar an Akzeptanz zugenommen, ist aber noch nicht so verbreitet“, sagt Anna Hinrichsen. Sie ist seit Sommer 2016 in der Kirchengemeinde Segeberg als Kirchenmusikerin mit popularmusikalischem Schwerpunkt Kollegin von Andreas Maurer-Büntjen.
„Es ist schon besonders, dass es in der Kirchengemeinde Segeberg eine Vollzeitstelle für die Popularmusik gibt“, sagt Anna Hinrichsen. Die 44-Jährige ist die Nachfolgerin von Jan Simowitsch, der zwölf Jahre lang viele Projekte wie den Musikberg angeschoben hat.
Dabei hat Anna Hinrichsen einen ganz anderen beruflichen Hintergrund, denn sie ist gelernte Optikerin. Ihr großes Hobby war allerdings immer die Musik. In Seth war sie jahrelang Leiterin für Gospel-, Kinder- und Jugendchor. Zudem absolvierte sie die C-Ausbildung für den nebenberuflichen Dienst als Organist und Chorleiterin. „Mit der Stelle als Kirchenmusikerin habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht“, sagt Anna Hinrichsen. Im Studium, das immer montags bis mittwochs in Rendsburg läuft, erhält sie große Unterstützung aus der Gemeinde, speziell von Andreas Maurer-Büntjen und ist sehr dankbar dafür. Die Prüfungen folgen im Sommer.
Sie möchte künftig ihr Angebot für kirchliche Anlässe noch bekannter machen. „Populäre Musik, beispielsweise für Hochzeiten oder Beerdigungen, muss nicht vom Band kommen“, sagt Anna Hinrichsen. Sie singt und sorgt auch für die instrumentale Begleitung, zum Beispiel mit dem Klavier oder mit der Gitarre. Sie versucht, die Wünsche zu erfüllen. „Das ist ein Teil der Arbeit, der mir große Freude bereitet“, sagt Anna Hinrichsen.
Zum Tätigkeitsfeld der Kirchenmusikerin gehört der Gospelchor, die Band am Glindenberg und die musikalische Begleitung von modernen Gottesdiensten – wie zum Beispiel zum Auftakt des Bad Segeberger Stadtfestes oder der WM-Arena von Möbel Kraft. „Da sehe ich mich in meiner Lieblingsrolle: Die Gemeinde zum Singen zu bringen“, sagt Anna Hinrichsen, die in Stuvenborn lebt.
Auf eine besondere Veranstaltung freut sie sich schon jetzt. Am Freitag, 8., und Sonnabend, 9. März. In der Versöhnerkirche wird der Gospelchor unter ihrer Leitung das Pop-Gospel-Oratorium „Jesaja“ von Hartmut Naumann aufführen. Beginn ist jeweils um 19 Uhr, die Karten kosten im Vorverkauf acht Euro (Abendkasse zehn Euro).

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