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Alt-Segeberger Bürgerhaus hat eine neue Leiterin

von Dirk Marquardt

Geneviève Honeck ist die neue Leiterin des Museums Alt-Segeberger Bürgerhaus.Foto: mq

Bad Segeberg (mq). Mit Geneviève Honeck leitet künftig eine Archäologin das Museum Alt-Segeberger Bürgerhaus. Die 42-Jährige übernimmt ab sofort den seit einiger Zeit vakanten Posten von Niels Hinrichsen, von dem sich die Volkshochschule (VHS) Bad Segeberg getrennt hat. Wie ihr Vorgänger erhält Geneviève Honeck bei der VHS als Träger des Museums eine halbe Stelle.

Die gebürtige Bad Segebergerin hat ihr Abitur am Städtischen Gymnasium gemacht, studierte anschließend in Heidelberg und Würzburg. Seit zwei Jahren ist sie zurück in der Kreisstadt, engagiert sich hier auch politisch. „Wir sind froh, dass wir jemanden mit solch einer Qualifikation gewonnen haben. Zudem hat sie viele interessante Ideen“, sagt VHS-Geschäftsführer Michael Kölln über die neue Museumsleiterin, die sich gegen einige Mitbewerber und Mitbewerberinnen durchgesetzt hat.

„Ich freue mich auf das Team und die Arbeit“, sagt Geneviève Honeck. „Sie hat schon jetzt ein kleines Netzwerk in Bad Segeberg“, sagt Manfred Quaatz. Darauf setzt der VHS-Vorsitzende und hofft auf intensivere Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Flath und der Wollspinnerei Blunck. Denkbar sind gemeinsame Auftritte oder eine Besuchercard, die für alle drei kulturellen Einrichtungen gilt. „Vor allen Dingen Schul- und Kindergartenkinder sollen verstärkt das Alt-Segeberger Bürgerhaus besuchen“, umreißt Quaatz eine der Aufgaben für die neue Leiterin, die sich derzeit intensiv in die Geschichte Bad Segebergs einliest. Unterstützt wird sie bei der Einarbeitung von den ehrenamtlichen Mitgliedern des Fördervereins der Museumsfreunde. Der Verein hatte die Ausstellung zur Wiedereröffnung neu geordnet.

Eine Idee von Geneviève Honeck ist, das Virtual-Reality-Modell in den Museumsbetrieb zu integrieren. Mit dem VR-Modell kann man einen virtuellen Stadtrundgang durch das Segeberg aus dem Jahr 1600 unternehmen. „Solch ein erlebnisorientierter Ansatz ist gut geeignet, jüngere Menschen anzusprechen“, sagt Honeck.

Zum Konzept des Alt-Segeberger Bürgerhauss gehören künftig auch Sonderausstellungen. Während die Ausstellung „Juden in Segeberg“ ausläuft, kann man ab Donnerstag 1. Juli, Bilder, Dokumente, Texte und einen Film aus die ersten zehn Jahren der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg sehen. „Zudem werden die Teilnehmer der Führung, die hinter die Kulissen der Karl-May-Spiele blicken lässt, auch ins Museum eingeladen. Dort schließt die Ausstellung an den Rundgang durch das Kalkberg-Stadion an“, sagt Hans-Werner Baurycza, aus dessen Fundus die vielen Exponate zum Thema Karl May stammen.

Das Alt-Segeberger Bürgerhaus öffnet ab Juli wieder von Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 17 Uhr. Zudem dürfen dann zehn Besucher gleichzeitig ins Museum.

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