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Als die Realschule einen Trabi geschenkt bekam

von Dirk Marquardt

Der Wahlstedter Spielmannszug hatte viele Auftritte, unter anderem beim Großen Zapfenstreich im Bad Segeberger Kalkbergstadion.

Wahlstedt (mq). Als Angelika Remmers Band sieben ihrer Wahlstedter Chronikhefte veröffentlicht hatte, da sollte die Reihe eigentlich beendet sein. „Aber dann kamen doch noch neue Themen auf“, sagt die Vorsitzende der Volkshochschule (VHS) Wahlstedt. Und so dauerte es nicht lange, bis Band acht fertig war und jetzt beim Herausgeber VHS erhältlich ist.

„Ich finde es wichtig, dass wir in den Heften an Menschen erinnern, die hier in der Stadt etwas bewegt haben, dann aber ein wenig in Vergessenheit geraten sind“, sagt Angelika Remmers. Joachim Altmann ist so einer. Er hat den Spielmannszug Wahlstedt über viele Jahre geprägt, nahm mit den Musikern sogar an der Steubenparade in New York teil und hat viele Wettbewerbe gewonnen. Joachim Altmann erinnert sich in der Chronik an bewegte Jahre des Spielmannszuges, der 1984 seinen letzten offiziellen Auftritt beim Vogelschießen hatte.

Weitere Schwerpunkte in Band acht sind unter anderem die 26 Gedenksteine in Wahlstedt, die Entwicklung des Kleingartenvereins, der Umzug der Stadtbücherei in den Stadtkern und Erinnerungen an Fritz Villwock, den Mann mit der Trompete.

30 Jahre nach der Grenzöffnung spielt auch die Partnerschaft zwischen der ehemaligen Realschule Wahlstedt und der Schule im mecklenburgischen Tessin eine große Rolle. Heike Westphal, damals Lehrerin an der Anne-Frank-Schule in Tessin, hatte kurz nach dem Mauerfall ihren Großvater in Wahlstedt besucht und nahm Kontakt zu der örtlichen Realschule auf. Daraus entwickelte sich ein reger Kontakt zwischen den Schulen mit gegenseitigen Besuchen. Ein ganz besonderer stand im September 1990 an, als die Tessiner nach Wahlstedt kamen und als Gastgeschenk einen Trabant mitbrachten. Den überreichte die Tessiner Direktorin Brigitte Giese auf dem Marktplatz an den Wahlstedter Schulleiter Hans-Peter Hübner.

Das Heft Nummer acht aus der Reihe Zeit-Geschehen – Stadt-Geschichten hat 68 Seiten, kostet zehn Euro und ist in einer Auflage von 500 Exemplaren erschienen. Kaufen kann man das Heft bei Kühn-e Bücher oder im VHS-Büro (Telefon 0 45  54 / 59  12).  „Wenn jemand aktuell nicht zu uns kommen möchte, liefern wir das Heft auch aus. Ein Anruf genügt“, sagt Angelika Remmers. „Alle anderen Hefte sind übrigens auch noch erhältlich“, sagt die VHS-Vorsitzende, die schon wieder an der nächsten Ausgabe arbeitet. Denn die Geschichte und Geschichten aus Wahlstedt sind noch lange nicht auserzählt. In Band neun stehen Vereine und Verbände des Ortes im Mittelpunkt.

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