Aktuelles
Neue Abfallpläne des WZV

Alles neu: Abfallinfo, Sammler der Gelben Säcke und Struktur des WZV

von Katja Lassen

Mit der neuen Abfallinfo stellten WZV-Verbandsvorsteher Jens Kretschmer und Torsten Höppner (re.), Leiter Abfallwirtschaft, den neuen Sammler der Gelben Säcke vor. Optisys Geschäftsführer JanStephan Bötel (li.) und Mitarbeiter Michel Meißner (2. v. re.) v
Bad Segeberg (kf). Online steht die neue Abfallinfo des WZV (Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg) bereits zur Verfügung (www.wzv.de), als Druckversion wird sie in den nächs­ten Tagen über die Deutsche Post an 95.000 Haushalte in 27 verschiedenen Varianten verteilt.
Darin können die Bürger im Kreis Segeberg (außer Norderstedt) ihre Abfall-Entsorgungstermine ab 1. Januar 2017 einsehen, sich wichtige Termine im Kalender notieren und erhalten diesmal zusätzlich Informationen zum Glasrecycling und zum richtigen Umgang mit Elektroschrott. Tipps zur richtigen Abfalltrennung im Überblick gibt es vielsprachig. Neben Deutsch, ist Arabisch, Albanisch und Armenisch dabei. Erst wer bis zum Ende des Jahres noch keine Abfallinfo bekommen hat, meldet sich beim WZV im Service-Center unter 04551/9090.
Für die Einsammlung der Gelben Säcke ist der WZV nicht zuständig. Diese Aufgabe obliegt der Firma Landbell, die den Verpackungsmüll für das Duale System Deutschland in unserem Bereich einsammelt. Durch eine Ausschreibung hat Firma Landbell die Optisys GmbH als Sammler der Gelben Säcke für die kommenden drei Jahre im Kreisgebiet beauftragt. Geschäftsführer Jan Stephan Bötel verspricht einen reibungslosen Ablauf. Zumal die Touren in gewohnter Form bestehen bleiben und vier Fahrer und drei Helfer vom Vorgänger Gollan übernommen wurden. Insgesamt sind 12 Mitarbeiter im Einsatz. Optisys hält am Ausgabesystem der Gelben Säcke über die bekannten 123 Ausgabestellen im Kreis fest und verspricht sogar eine stabilere Qualität der Gelben Säcke. Auch werden die Mitarbeiter die gelben Säcke aus den orangen WZV- Plus Tonnen leeren. Die WZV-Recyclinghöfe stehen der Firma Optisys als Umschlagplatz zur Verfügung. Lediglich bei der Ausgabe der Sammelbehälter für Mehrfamilienhäuser kann es zu Überschneidungen kommen. Optisys wird die Vier-Rad-Behälter in der 51. und 52. Woche ausliefern. Der Vorgänger Gollan sammelt seine Behälter aber erst in Woche eins bis drei ein. „Gollan  wollte uns die Behälter nicht verkaufen, so dass es bei den Kunden jetzt zu dieser Überschneidung kommt“, erklärt Michel Meißner von Optisys. Sollte es wider Erwarten bei den Gelben Säcken zu Problemen kommen, ist die Optisys Service-Hotline unter 04103/93630 zuständig.
Sorge bereiten dem WZV die sogenannten „Wilden Sammlungen“, bei denen gewerbliche Sammler bei Haushalten Wertstoffe, Alttextilien und Elektroschrott unter dem Deckmantel der Nächs­tenliebe abfragen. „In Wahrheit dienen sie ausschließlich dem Profit des sammelnden Unternehmens“, betont der WZV-Bereichsleiter der Abfallwirtschaft Torsten Höppner. Häufig seien diese nicht offiziell genehmigt und somit illegal. Der WZV werde in Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden gegen diese Sammlungen vorgehen, da ihm sonst Einnahmen verloren gingen und die Gebührensicherheit in Gefahr gerate.
Für 2017 verspricht Verbandsvorsteher Jens Kretschmer trotz gestiegener Kosten und deutlich sinkenden Erlösen stabile Entgelte. Das neue Jahr bringt auch für den WZV tiefgehende Veränderungen mit sich. In der WZV-Verbandsversammlung wurde die Notwendigkeit einer Neustrukturierung des Verbandes erkannt und beschlossen.

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