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9.000 Euro für die Tafelstiftung Schleswig-Holstein-Hamburg

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Lübeck (em). „Faites vos jeux – machen Sie Ihr Spiel!“ Dieses Motto hat die Sportler des Handballzweitligisten VfL Lübeck-Schwartau zusätzlich motiviert, möglichst viele Siebenmeter bei den Heimspielen in der Saison 2020/21 in Tore zu verwandeln – für einen guten Zweck: Das Casino Lübeck hatte für jedes dieser Tore eine Prämie von 100 Euro zugunsten der Tafelstiftung Schleswig-Holstein-Hamburg ausgelobt. So kamen 6.500 Euro zusammen, die der Schirmherr der Tafelstiftung, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, im Casino Lübeck entgegennahm. Björn Höhne, Geschäftsleitung Spielbank Schleswig-Holstein GmbH, sorgte zusammen mit dem Casino-Direktor Amine Tadlaoui Ouafi ergänzend für einen besonderen Spieleinsatz zugunsten der Stiftung am Roulette-Tisch. Gesetzt wurde auf die Farbe „schwarz“, die auch gewann. Jetzt waren es 7.500 Euro, die überreicht wurden. „Das Kooperationsprojekt zwischen Casino und Handballern ist eine tolle Idee gewesen. Davon profitieren die Tafeln und die Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, gleichermaßen“, sagte der Ministerpräsident. Inspiriert von der großartigen Aktion im Casino Lübeck steuerte Daniel Günther weitere 1.500 Euro aus dem Verfügungsfond des Ministerpräsidenten bei und erhöhte damit die Spendensumme auf 9.000 Euro.

Die Tafeln retten Lebensmittel vor der Vernichtung und sorgen für Nachhaltigkeit im Lebensmittelkreislauf. In den 60 Tafeln im Norden engagieren sich tausende Menschen ehrenamtlich für den guten Zweck und organisieren die Sortierung, Lagerung und Verteilung der Lebensmittel an Bedürftige. „Dieses System hatte sich bewährt, wobei die Herausforderungen in der Pandemie besonders groß waren“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Tafelstiftung, Konsul Bernd Jorkisch. Spenden von Kunden im Lebensmitteleinzelhandel reduzierten sich und weil viele ältere Menschen ehrenamtlich in den Tafeln arbeiten und Rücksicht auf die eigene Gesundheit nehmen mussten, entstand Personalnotstand. „Es fehlte zeitweise an allen Ecken und Enden – die Tafelstiftung konnte jedoch mit verschiedenen Maßnahmen helfen und wandte mehr als 50.000 Euro dafür auf.“

Jorkisch war begeistert, als Casino-Direktor Amine Tadlaoui Ouafi ihm vor rund einem Jahr von seinem Projekt berichtete. „Das ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, so Jorkisch. „Spitzensportler, Casino und Tafelstiftung machen gemeinsam öffentlich auf die angespannte Lage der Tafeln und ihrer Kunden aufmerksam. Alle drei profitieren, wie auch die Tafeln selbst, denn die Stiftung kann sie weiterhin bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen. „Ich danke dem Casino Lübeck sowie den VfL-Handballern für ihr außergewöhnliches Engagement und ein großer Dank gilt auch unserem Schirmherrn Daniel Günther“.

Für Amine Tadlaoui Ouafi war es ein innerer Antrieb, die Tafelstiftung zu fördern und dafür die Rolle des Sports hervorzuheben. „Das Spielen in unserem Casino bringt den Menschen Spaß und Glück. Wir möchten daher, dass auch andere Menschen an diesem Glück teilhaben können“, sagte er. Allerdings sei es immer einfach, das Scheckbuch zu zücken und zu spenden. „Bei dieser Aktion war richtiges Hands-on der Handballer gefordert. Und die Sportler wussten, dass jeder ihrer hart erkämpften Treffer ein ‚Nachspiel‘ bei einem guten Zweck hat.“

So haben viele Akteure bei diesem Projekt an einem Strang gezogen, betonte auch Daniel Pankofer, Geschäftsführer des VfL Lübeck-Schwartau. „Wir hatten einen zusätzlichen Ansporn, mit Höchstleistung und Fair Play Bedürftige an unseren Erfolgen teilhaben zu lassen. Für das ganze Team war das eine zusätzliche Motivation.“ Die Handballer freuten sich über die eingespielte Summe und die Aufmerksamkeit, die ihr Sport dank des Projektes erhalten hat.

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