Mutiger Schritt wurde belohnt: Über ein Vierteljahrhundert Basses Blatt

Jürgen von Basse

Mutig war der Schritt, den Jürgen von Basse vor mehr als 30 Jahren wagte.

Seine eigene Anzeigenzeitung sollte auf den Segeberger Markt kommen - und sich auf dem lokalen Medienmarkt neben den schon bestehenden Blättern etablieren.

Am 29. Januar 1983 war es soweit – das erste Mal wurde Basses Blatt in einer Auflage von 23.000 Exemplaren verteilt.

Basses Blatt Segeberg30 Jahre und mehr als 1.300 Ausgaben später können sich viele Menschen im Kreis Segeberg den Mittwoch ohne Basses Blatt kaum noch vorstellen. Jürgen von Basse, bis August 2013 Verleger des "Wochenblatts für Jedermann", hat Recht behalten. Seine Idee einer Anzeigenzeitung mit Inseraten, Verbraucherinfos, vielen Veranstaltungstipps und Geschichten aus dem lokalen Leben hat sich durchgesetzt.

Im Jahr 2013 erscheint Basses Blatt in einer Auflage von 45.000 Exemplaren, beschäftigt zwölf fest angestellte Mitarbeiter in Anzeigenabteilung, Redaktion, Vertrieb, Geschäftsstelle und Buchhaltung, mehr als 200 Austräger und Fahrer sowie vier freie redaktionelle Mitarbeiter, die mit Kamera und Kugelschreiber unterwegs sind. Eine Erfolgsgeschichte, der zunächst ein Fehlstart drohte.

Denn auch wenn der Titel Basses Blatt heute den meisten geläufig ist – einfach war die Namensfindung nicht. Noch bevor die Nullnummer des neuen Anzeigenblattes erschien, brachte die Konkurrenz ein Produkt mit dem Namen "SE-KURIER" auf den Markt. Unter diesem Namen sollte eigentlich Basses Blatt erscheinen. Jetzt war schneller Rat gefragt und in einer eilig einberufenen Krisensitzung drei Tage vor dem ersten Erscheinen hatte Hans Graw die Idee. "Nennen Sie es Basses Blatt. Das spricht sich gut, prägt sich ein und ist nicht mit anderen zu verwechseln", sagte Graw, der damals als Kunstlehrer am Städtischen Gymnasium unterrichtete.

Am Sonnabend, 29. Januar 1983, erschien das erste Mal "Basses Blatt"– rechtzeitig zum damaligen Winterschlussverkauf und mit einem Umfang von zwölf Seiten. Schon ab der nächsten Ausgabe wechselte der Ausgabetag auf Donnerstag. Seit 1983 kommt Basses Blatt jeden Mittwoch in die Haushalte – mit seltenen Ausnahmen, wenn es Feiertage nötig machten oder wenn es etwas zu feiern gibt. So wie am heutigen Jubiläumstag.

Mit einem dreiköpfigen Team startete Jürgen von Basse, damals noch in den privaten Räumen in der Riihimäkistraße, in das "Abenteuer" Anzeigenzeitung. Schon im November stand ein Umzug an. In der Kurhausstraße 22 wurde das erste Büro eröffnet, jetzt war man nahe an den Anzeigenkunden und den Lesern. Mit positiven Folgen, denn der Umfang der Zeitung wuchs kontinuierlich.

Nach und nach wurden neue Ortschaften in das Verbreitungsgebiet aufgenommen. Zum Start wurde Basses Blatt bis nach Trappenkamp und Bornhöved im Norden verteilt, bis Gnissau im Osten, Nahe im Süden und Bockhorn im Westen. Später kamen das ehemalige Amt Wensin, Wankendorf und Stolpe hinzu, Sülfeld und Kayhude im Süden, Dersau und Kalübbe im Kreis Plön sowie Boostedt.

Als die Lübecker Nachrichten (LN) im Jahr 1985 einen Partnerverlag im Raum Segeberg suchten, kam der damalige Geschäftsführer Dr. Günter Semmerow auf Jürgen von Basse zu. Zum 1. Januar 1986 wurde die Partnerschaft besiegelt, seitdem hält die LN einen 50-prozentigen Anteil an der Basses Blatt Verlag GmbH. Eine unternehmerische Kooperation, die sich bestens bewährt hat.

Größere Auflage, mehr Seiten – da musste auch das Team wachsen. Ende 1987 waren es sieben Mitarbeiter, die bei Basses Blatt beschäftigt waren. Dazu gehören mit Rita Molt und Rosemarie Langhals zwei Kolleginnen, die noch heute im Einsatz sind. Und auch in der Kurhausstraße 22 wurde es zu eng – obwohl Ende 1987 die Redaktion und die Anzeigenabteilung in zwei weitere Büroräume in ein benachbartes Gebäude einzogen. Im Mai 1993 nutzte Jürgen von Basse ein Angebot von Günther Arndt. In dem neuen Gebäude Kurhausstraße 14 entstanden die heutigen Verlagsräume im dritten Stock sowie die Geschäftsstelle im Erdgeschoss. Gedruckt wurde Basses Blatt übrigens von 1991 bis 2011 in der von Stern’schen Druckerei im niedersächsischen Lüneburg und seit 2012 in der Druckerei der Kieler Nachrichten in Kiel. Auch diese Zusammenarbeit hat sich bewährt.

Viele Rubriken haben Basses Blatt im Laufe der über 30 Jahre seinen unverwechselbaren Charakter gegeben. In "Uns Kummereck" beantwortete die Lübecker Psychologin Brigitte Halenta Fragen aus dem zwischenmenschlichen Bereich. Für reichlich Gesprächsstoff sorgten die "Restauranttipps". In den Jahren 1983 bis 1985 und 1995 bis 1997 wurden zahlreiche gastronomische Betriebe gestestet; mit den Bewertungen gewann Basses Blatt nicht immer nur Freunde. Gewinnspiele gehörten stets zum festen Bestandteil der Zeitung. Den Anfang machte "Nicki, die Glücksfee", die jede Woche vor einem anderen Geschäft auftauchte und dort fotografiert wurde. Unter den richtigen Einsendern wurden jeweils 50 Mark ausgelobt. Sehr beliebt ist jedes Jahr das Weihnachts-Preisausschreiben, bei dem es stets wertvolle Hauptpreise zu gewinnen gibt.

Vielen Basses-Blatt-Lesern ist auch "Tante Clara" ein Begriff – die alte Dame, deren Wollfaden jede Woche die Kleinanzeigen umrahmte. Lange Zeit begleitete ein plattdeutscher Text die Rubrik "Dit und Dat", stets geschrieben vom ehemaligen Bad Segeberger Bürgervorsteher Bruno Haaks.

Geschäftsführung

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